Kreis Heinsberg - Kinder bestimmen in AWO-Kitas mit

Kinder bestimmen in AWO-Kitas mit

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Kreis Heinsberg. In den zehn AWO-Kindertagesstätten im Kreis Heinsberg, in denen rund 900 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt, betreut werden, findet seit 2007 jährlich – zeitgleich mit 84 AWO-Kitas im Fachverband Mittelrhein – ein Bildungstag mit pädagogischem Schwerpunkt statt.

Wenn von Partizipation in Kindertagesstätten die Rede ist, dann sind damit Möglichkeiten der Mitbestimmung der Kinder im Kindergartenalltag gemeint. Sie sollen schon früh darin unterstützt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden und die Meinung anderer Kinder und der Erwachsenen zu akzeptieren.

Wünsche ernst nehmen

Die Kinder werden ihrem Entwicklungsstand entsprechend mit ihren individuellen Interessen, Wünschen und auch Beschwerden in allen Bereichen die sie betreffen sehr ernst genommen, teilt die Arbeiterwohlfahrt mit.

Mitwirkung und Entscheidungen von Kindern sind zum Beispiel möglich bei Projekten, der Gestaltung der Spielphasen, der Raumgestaltung oder bei den gemeinsam entwickelten Regeln des Zusammenlebens.

Im Rahmen der Qualitätsentwicklung im AWO-Fachverband wurde im vergangenen Kita-Jahr besonderer Wert auf die Qualifizierung der Mitarbeiter zur Beachtung und Umsetzung von Partizipation gelegt.

Ein Beispiel: Die Fortbildung „Die Kinderstube der Demokratie“. Ein umfassendes Konzept zu Beteiligungsverfahren von Kindern, konzipiert von Rüdiger Hansen (Institut für Partizipation und Bildung e.V.), das immer mehr in den Kindergartenalltag integriert wird. Um die Mit- und Selbstbestimmung der Kinder zu unterstützen, wurden in den AWO-Kitas zum Beispiel Kinderparlamente etabliert, die sich mit Themen beschäftigen, die für die Kinder wichtig sind.

Es werden Diskussionen und Abstimmungen abgehalten und Wissen um eigene Rechte und Rechte andere erworben. In einigen Kitas wurden vom Kinderparlament Vertreter gewählt, die sich in kleiner Runde mit der Leitung der Kita treffen, um die Belange der Kinder vorzutragen und bei der Umsetzung Ideen zu entwickeln und mit zu entscheiden.

Ulla Sevenich-Mattar, Fachbereichsleiterin für Kinder- und Jugendhilfe, betont, dass die AWO-Kitas damit im Sinne der UN-Kinderkonvention den Artikel 12 umsetzen: „Dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, steht das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern. Die Meinung des Kindes ist angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife zu berücksichtigen.“

Enthusiastisch und kreativ

Die Kinder waren mit vollem Enthusiasmus und Kreativität dabei, um dem Thema Leben einzuhauchen. So vielfältig wie die Interessen der Kinder sind, so unterschiedlich haben sich auch die Projekte entwickelt. Die Lernerfolge durch Partizipation sind für Erwachsene oft sehr eindrucksvoll. Deshalb werden die Kinder und pädagogischen Fachkräfte allen interessierten Eltern und Gästen die Projekte und Methoden präsentieren. Interessierte Gäste können sich über Flyer und Plakate sowie bei den Einrichtungsleiterinnen über die genauen Öffnungszeiten und Angebote am 27. September informieren.

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