Hückelhoven - Keine Abstriche bei Jugendhilfe

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Keine Abstriche bei Jugendhilfe

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven. Ein Jugendamt ist teuer - das wussten auch die Hückelhovener, als sie sich nach heftigen Auseinandersetzungen im politischen Raum dafür entschieden, die Aufgaben der Jugendhilfe in eigener Regie wahrzunehmen statt sie „aus zweiter Hand” vom Kreis Heinsberg gemacht zu bekommen.

Rund 3,3 Millionen Euro umfasst das Budget für die Jugendhilfe in diesem Jahr.Und davon ist bis Ende März bereits ein Viertel aufgebraucht. „Wenn es so weiter geht”, sagte Amtsleiter Ralf Schwarzenberg in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses, „kommen wir knapp aus.” Allerdings fügte er ein „Aber” hinzu: „Die Fallentwicklung verläuft dynamisch, wir wissen nicht, was noch alles kommt.”

Nun ist die finanzielle Lage der Stadt Hückelhoven wie die vieler anderer Kommunen im Land derzeit auch ausgesprochen angespannt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz-Josef Kreutzer hatte zuvor auf die dringende Notwendigkeit des Sparens hingewiesen. Ausschussmitglied Heinz-Willi Schmitz beschlich deshalb die Sorge, dass „dieser Ausschuss nur einsparen will”. Davon, das stellte der CDU-Fraktionschef unmissverständlich klar, könne keine Rede sein: „Die Arbeit dieses Ausschusses wird sich nicht ändern”, sagte er. Und fügte noch verstärkend hinzu: „Da werden keine Einschränkungen kommen.”

Helmut Holländer, als Kämmerer Herr über die Finanzen, stellte klar, dass die Stadt gar keine Wahl habe: „Diese Leistungen des Jugendamtes sind alle verpflichtend, das sind keine freiwilligen Aufgaben, an denen gespart werden kann.” Und auch Holländer fügte noch einen Satz bekräftigend hinzu: „Wenn wir bei diesen Pflichtaufgaben einen Handlungsspielraum haben, dann wählen wir immer den Weg, der aus der Sicht des Kindes, unabhängig von der Kostenfrage, der richtige ist.” Beim Jugendamt zu sparen, betonte Holländer, „ist in keiner Weise beabsichtigt.”

Das wird Amtsleiter Ralf Schwarzenberg gern gehört haben. Zumal die Stimmung bei seinen Mitarbeitern augenblicklich sicher nicht die beste ist: Nach den Sommerferien wird das Jugendamt, wie bereits berichtet, vom jetzigen Standort an der Ludovicistraße nach einer Entscheidung der Verwaltungsspitze in das Rathaus im Stadtzentrum umziehen. Der Standort wechselt, die Aufgaben bleiben dieselben...
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