Kreis Heinsberg - Karin Bonitz mit Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet

Karin Bonitz mit Regine-Hildebrandt-Medaille ausgezeichnet

Von: mb
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Freude über die Regine-Hildebrandt-Medaille: Die neue Preisträgerin Karin Bonitz (Bildmitte) neben Ehrengast Jörg Hildebrandt im Kreis ihrer Vorgängerinnen, flankiert von Ilse Lüngen, Vorsitzende der AsF, und Norbert Spinnrath, Bundestagsabgeordneter und Unterbezikrsvorsitzender der SPD. Foto: Monika Baltes

Kreis Heinsberg. Seit 2007 verleiht der SPD-Unterbezirk Heinsberg jedes Jahr am Internationalen Frauentag auf Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) die Regine-Hildebrandt-Medaille für frauen-sozial-politisches Engagement. Die Auszeichnung ging diesmal an Karin Bonitz aus Wegberg.

Überreicht wurde der Ehrenpreis im Hotel Esser in Wegberg-Kipshoven überreicht.

Seit 1999 ist Karin Bonitz SPD-Mitglied. Sie gehört seit 2001 gehört als Ratsmitglied dem Rat der Stadt Wegberg an. Insbesondere als Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Kultur, Sport und Soziales hat sie die Belange der Menschen fest im Blick. Als Vorsitzende des AWO-Ortsverbandes Wegberg bemüht sie sich um die Verbesserung der Lebenssituation von Hilfe­ ­suchenden und benachteiligten Menschen. Klassen- und Schulpflegschaft, Elternbeirat der Lebenshilfe, Mitglied im Frauenzentrum des Kreises Heinsberg – die Stationen ihres aktiven bürgerlich-sozialen Engagements sind vielfältig. Karin Bonitz ist verheiratet, hat drei Kinder und vier Enkel.

Regine Hildebrandt setzte sich als Ministerin für Arbeit und Soziales in der ersten frei gewählten Regierung der DDR und später in der brandenburgischen Landesregierung für soziale Gerechtigkeit ein und nahm in der politischen Diskussion kein Blatt vor den Mund – die „Mutter Courage des Ostens“. Über eine Freundin hatte sie einen sehr persönlichen Bezug zum Kreis Heinsberg.

Und die Regine-Hildebrandt-Medaille wird mit dem ausdrücklichen Einverständnis ihrer Familie verliehen. „In diesem Jahr kommt uns die besondere Ehre zuteil, dass der Witwer von Regine Hildebrandt, Jörg Hildebrand, persönlich die Verleihung übernimmt“, begrüßte Ilse Lüngen, Vorsitzende der AsF Unterbezirk Heinsberg, den Ehrengast. Jörg Hildebrandt umriss kurz, wie wichtig das Thema Sozial- und Frauenpolitik seiner Frau gewesen sei und freute sich, „heute neben Karin Bonitz zu sitzen.“

In der Laudatio hob Erika Blum den unermüdlichen und geradlinigen Einsatz von Bonitz hervor und nannte als die drei wichtigsten ­Eigenschaften der Preisträgerin: „Ein großes Herz, das die Not der anderen sieht, großer Mut, die Dinge anzugehen, und eine riesengroße Menge Energie.“ Bonitz bedankte sich herzlich, auch bei ihrer Familie, die komplett angereist war, um die neue Preisträgerin zu umarmen. Als Mutter eines behinderten Sohnes habe sie sich „oft geärgert“ über Unverständnis, Diskriminierung und Lieblosigkeit. „Das hat mich so auf die Palme gebracht, dass ich beschlossen habe, in die Politik zu gehen, um Rechte einzufordern.“

Nicht einmal zehn Minuten ruhte sich Bonitz auf ihren Lorbeeren aus. Denn am Schluss ihrer Rede forderte sie „Kindergärten, die Öffnungszeiten haben, die den Müttern Gelegenheit geben, ihrer Arbeit nachzugehen“, und stellte fest, dass im Haushaltsplan 2014 der Stadt Wegberg „wieder keine Mittel für eine Rampe für Rollstuhlfahrer am Wegberger Rathaus eingestellt sind“. Verschmitzt lächelnd fügte sie hinzu, dass sie bereit sei, sich „noch ein paar Jahre dafür einzusetzen“.

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