Kaphofweg soll 2012 entschärft werden

Von: disch
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Die Kreisstraße 22, wie sie j
Die Kreisstraße 22, wie sie jetzt aussieht und wie sie zukünftig aussehen soll, in einer vom Kreis präsentierten Bildmontage vereint: Ganz im Vordergrund und im weiteren Verlauf ist die aktuelle breite Fahrbahn mit den Mehrzweckstreifen an beiden Rändern zu erkennen. In der Mitte zeigt die Projektion die zukünftigen Fahrspuren sowie auf der rechten Seite - neben einem Sicherheitsstreifen als Trennung - einen kombinierten Rad-/Gehweg.

Hückelhoven. Eine Straße, auf der sich in der Vergangenheit immer wieder schwere Verkehrsunfälle - auch mit Todesopfern - ereignet haben, soll im kommenden Jahr entschärft werden: Geplant sind der Umbau und die Erneuerung der Kreisstraße 22, des sogenannten Kaphofweges, vom Kreisverkehr an der K 16 bei Hilfarth bis zum neuen Kreisverkehr an der L 227 bei Ratheim.

Oft krachte es in der Vergangenheit auf dem Kaphofweg: In diesem Jahr erst ist der unfallträchtige Kreuzungsbereich L 227 / K 22 bei Ratheim zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut worden.

Nach der Unfallstatistik der Kreispolizeibehörde Heinsberg sei es in den zurückliegenden Jahren aber auch auf freier Strecke und insbesondere an den Anschlussstellen zu den Nebenstraßen immer wieder zu sehr schweren Verkehrsunfällen gekommen, berichtete die Kreisverwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Verkehr. Neben der geraden Linienführung und dem großzügigen Straßenquerschnitt von elf Metern, die zum Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit verleiten würden, trage der schlechte Zustand der Fahrbahn zum Gefährdungspotenzial bei.

Nunmehr soll die knapp drei Kilometer lange K 22, die von vielen auch als Weg zur Großdiskothek Haus Waldesruh in Himmerich genutzt wird, umgebaut und „grundhaft” erneuert werden. So ist geplant, auf den - beidseits der Fahrspuren - verlaufenden, zwei Meter breiten Mehrzweckstreifen zu verzichten.

Stattdessen soll - abgesetzt durch einen eineinhalb Meter breiten Grünstreifen als Sicherheitstrennstreifen - ein zweieinhalb Meter breiter, kombinierter Rad-/Gehweg geschaffen werden, denn eine Minderung der bestehenden Gefahr insbesondere für Radfahrer sei „dringend geboten”, so die Verwaltung.

Während sowohl L 227 bei Ratheim als auch K 16 bei Hilfarth im Bereich der Anschlussstellen, sprich Kreisverkehrsplätze, sowie darüber hinaus auf den sich anschließenden Strecken mit fahrbahnbegleitenden Radwegen ausgestattet sind, herrscht da bei der K 22 bislang Fehlanzeige: Sie verfügt über keinen Radweg.

Doch auch der Zustand der Fahrbahn selbst lässt zu wünschen übrig. So soll beim Umbau der K 22 zugleich im Bereich der Fahrspuren die Deck- und Binderschicht abgefräst und durch einen neuen Binder- und Deckschichtbelag ersetzt werden, wie Johannes Weuthen vom Amt für Umwelt und Verkehrsplanung berichtete. Die Straße werde auf der bestehenden Asphalt-Tragschicht neu aufgebaut.

Wenn der Umbau im kommenden Jahr erfolgt, müssen sich die Autofahrer auf Behinderungen einstellen. Ob die Straße vollgesperrt werden muss oder zumindest zeitweise halbseitig offen bleiben kann, ist noch nicht entschieden.

Für Umbau und Erneuerung der K 22 sind rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt worden, war auf Nachfrage von der Kreisverwaltung zu erfahren.

Außerplanmäßig sei der Kreis an Fördermittel gekommen, die frei geworden seien, erklärte Dezernent Josef Nießen im Verkehrsausschuss.

Das Projekt wird zu 65 Prozent mit Mitteln aus dem Straßenbauförderungsprogramm für das Land Nordrhein-Westfalen finanziert. 35 Prozent trägt der Kreis als Eigenanteil.

Im nicht-öffentlichen Teil der Verkehrsausschusssitzung wurde ein Auftrag über Ingenieurleistungen zur Ausführungsplanung vergeben.

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