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Kapelle Altmyhl zuerst nicht gewollt, aber geduldet

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Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 80-jährigen Bestehen des Kapellenvereins Altmyhl stand die altehrwürdige Kapelle, in der zum Jubiläum eine Festmesse von Pastor Klaus Jansen zelebriert wurde. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Altmyhl. Vor 80 Jahren schritt der Kapellenverein von Altmyhl zur Tat. Ziel war 1931 die Errichtung einer eigenen Kapelle für den Ort, und die wurde auch mit eigenen finanziellen Mitteln und viel persönlichem Einsatz gebaut.

Gewollt war der Bau von den Kirchenoberen nicht, aber geduldet wurde er schließlich, wie die Vorsitzende Mechtilde Jansen auf der Jubiläumsfeier zum 80-jährigen Bestehen des Vereins betonte. Von der Ablehnung zeigten sich die Altmyhler jedoch unbeirrt und betrieben ihre Gemeinde in Eigeninitiative.

Altar und Glocke wurden von einem Vorstandsmitglied gestiftet, Bänke und Kommunionsbank wurden der Porselener Gemeinde abgekauft. Obwohl die Gemeinde zuerst ohne bischöfliche Anerkennung auskommen musste, wirkten in der Zeit sechs Seelsorger in Altmyhl. In den vakanten Zeiten bediente man sich der Geistlichen aus den Klöstern in Geilenkirchen und St. Ludwig, die zu den Messen abgeholt wurden.

Bis zur Anerkennung durch das Bistum in Aachen vergingen noch einmal rund 30 Jahre. 1962 wurde die Kapelle mitsamt der eigenständigen Gemeinde anerkannt, was auch die Übertragung der Kapelle und des angeschlossenen Priesterhauses in Kircheneigentum zur Folge hatte.

Die Pflege und den Erhalt ihrer Kapelle ließen sich die Altmyhler aber nicht nehmen. Neben der Kapelle gehört auch der Bildstock am Lindchen zum Kapellenverein und wird gepflegt. Seit 1979 gehört Altmyhl zur Kirchengemeinde Ratheim.

Bürgermeister Bernd Jansen hat auch persönliche Erinnerungen an die Altmyhler Kapelle. Als junger Zimmerergeselle war er an der Renovierung des Turms beteiligt. Jansen wertete die Kapelle und ihre Pflege durch den Verein als „Symbol des Zusammenhalts”. Dies bescheinigte auch die Vorsitzende des Kirchenchors, Marlies Rose, den Jubilaren. „Ihr habt Durchhaltevermögen bewiesen”, erklärte sie. „Wie es weitergeht, liegt in Gottes Hand.”

Und in der Eigeninitiative des Kapellenvereins. Reparaturen und andere Arbeiten werden weiterhin in Eigenregie durchgeführt, wie die Vorsitzende betonte.

„Wir können die Kapelle weiter erhalten, solange keine größeren Reparaturen anstehen”, erklärte sie. Diese würden vom Bistum nicht mehr bezuschusst. „Aber Aachen ist weit und wir müssen hier etwas tun, um den Zusammenhalt der Gemeinde zu gewährleisten.” Mechtilde Jansen hält selbst Wortgottesdienste in der Kapelle ab. Für die Nutzung der Kapelle mit ihren rund 70 Plätzen gibt es schon Ideen. So sei sie sehr gut für Hochzeiten und kleinere liturgische Feiern bestens geeignet.
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