Kreis Heinsberg - Jugendwerkstatt: Das Selbstwertgefühl wird enorm gestärkt

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Jugendwerkstatt: Das Selbstwertgefühl wird enorm gestärkt

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Schülerin Alina Niessen (r.) mit Simone Jansen (3.v.r.), Leiterin der Ju-gendwerkstatt, sowie einigen Besuchern am Stand mit den Handarbeiten.

Kreis Heinsberg. „Ich habe nähen und alles im Bereich Hauswirtschaft gelernt. Das war ein nutzvolles Jahr und hat Spaß gemacht“. Stolz steht die 17-jährige Alina Niessen am Stand mit selbst genähten Taschen, Kissen, Tischdecken, Tischläufern, Krabbeldecken, Schürzen und Stoff-Eulen beim Sommerfest der Jugendwerkstatt an der Fichtenstraße 1 in Hückelhoven-Hilfarth in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg.

Besonders freut sie sich darüber, dass die Besucher gerne das Portemonnaie zücken, um die wunderschönen Handarbeiten oder auch die ausgestellten Metallarbeiten wie Edelstahlvasen und riesengroße Vögel zu erwerben.

„Genau das ist der Sinn des Sommerfestes. Die Schülerarbeiten werden wertgeschätzt und anerkannt“, betont Leiterin Simone Jansen. Vor allem, wenn man bedenke, dass die Artikel erst in den letzten vier, fünf Monaten nach drei bis vier Monaten Erlernen der Grundtechniken entstanden sind.

Denn die Jugendwerkstatt, die als einzige Einrichtung im Kreis nach dem Landesjugendplan „sozialpädagogische Hilfe für junge Menschen im Übergang von der Schule zum Beruf“ gefördert wird, bietet insgesamt 16 Teilnehmern als offene und freiwillige Maßnahme in einem Jahr die Möglichkeit in Form von Theorie und Praxis allgemeine, berufs- und arbeitsweltbezogene Schlüsselkompetenzen zu erwerben.

Die Jugendlichen können entweder in der Metallwerkstatt oder Hauswirtschaft der Einrichtung mit jeweils acht Teilnehmern arbeiten. Hinzu kommt der Stützunterricht in Kleingruppen, um schulische Defizite aufarbeiten zu können. Einige Schüler sehen sich dadurch auch fit genug, ihren Schulabschluss in einer externen Prüfung nachzuholen. „Die Teilnehmer erhalten in den Bereichen Hauswirtschaft und Metall handwerkliche, lebenspraktische und schulische Fertigkeiten.

Sie lernen Grundlagen wie Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit“, so Simone Jansen. Alle Schüler würden nach dem Jahr entweder eine Lehrstelle antreten, eine berufsvorbereitende Maßnahme wie Alina Niessen machen oder den Schulabschluss nachholen. Das Sommerfest sei deshalb auch ein schöner Abschluss eines lehrreichen Jahres.

Sichtlich beeindruckt, von dem, was die Jugendlichen in einem Jahr geleistet haben,gehen die Besucher von Stand zu Stand und begutachten eingehend jedes Stück genau. Der eine ist da ganz begeistert von den genähten Kissen, der andere von den Vögeln aus Metall und Stein, von denen einer sogar über zwei Meter hoch ist. „Ich habe meine Jungens ermutigt, selber kreativ zu werden und einfach auch mal drauf los zu arbeiten“, erklärt Werkstattleiter Peter Kleinen.

Mehrere Teilnehmer hätten zusammen ein Projekt gemacht und beispielsweise einen fliegenden Vogel hergestellt. Das Sommerfest sei eine gute Gelegenheit, diese Arbeiten zu präsentieren, so Kleinen. Zudem werde das Selbstwertgefühl der Teilnehmer gestärkt, wenn sich die Leute für die Produkte interessieren würden.

„Wir wollen deshalb das Sommerfest zu einer festen Instanz machen. Es soll von nun an immer am letzten Samstag im Juni stattfinden“, ergänzt Simone Jansen.

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