Jüdisches Leben systematisch ausgelöscht

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Am Gelände des ehemaligen jüdischen Friedhofes in Lentholt weist nun eine Gedenktafel auf die jüdischen Bürger hin, die über Jahrhunderte hinweg das Dorfleben mit geprägt haben. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Schwanenberg. Am Gelände des ehemaligen jüdischen Friedhofes in Lentholt weist nun eine Gedenktafel auf die jüdischen Bürger hin, die über Jahrhunderte hinweg das Dorfleben mit geprägt haben.

Bereits im Jahr 1600 wurde die erste jüdische Gemeinde im Erkelenzer Raum gegründet. 1938 fiel die Synagoge dem nationalsozialistischen Treiben zum Opfer. Der jüdische Friedhof wurde völlig verwüstet, die Grabsteine vermutlich im Straßenbau verwendet. Das Gelände wurde später landwirtschaftlich genutzt.

Die Spuren des jüdischen Lebens wurden systematisch ausgelöscht. Mit der Gedenktafel ist die Gedenkstätte in Lentholt die vorletzte Station auf der „Route gegen das Vergessen”. Im Rahmen einer Feierstunde wurde sie übergeben.

Bürgermeister Peter Jansen bedankte sich bei den Mitgliedern der Projektgruppe „Route gegen das Vergessen” und dem Heimatverein, die die Route durch das Stadtgebiet gemeinsam erarbeitet und umgesetzt haben. Ziel sei nicht, ein dauerhaftes Schuldgefühl zu erzeugen, sondern daran zu erinnern, dass man wachsam bleiben müsse gegen extremistische Tendenzen. Mit der Route und den Gedenktafeln seien greifbare Zeichen geschaffen worden, die Zeugnis über die historische Verantwortung ablegten.

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