Heinsberg - Jörg Kremers und Gerd Sonntag gewinnen Literaturpreis

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Jörg Kremers und Gerd Sonntag gewinnen Literaturpreis

Von: anna
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Da Gerd Sonntag erkrankt war,
Da Gerd Sonntag erkrankt war, konnte Jörg Kremers (links) nur allein den Literaturpreis von Horst Samson entgegennehmen. Repro: Thomas

Heinsberg. Die beiden Autoren Jörg Kremers aus Heinsberg, bekannt auch als Dozent für Sprachen an der Volkshochschule, und Gerd Sonntag aus Geilenkirchen, Leiter der Heinsberger Stadtbücherei, haben neben eigenen Werken in den vergangenen fünf Jahren an einem gemeinsamen Roman gearbeitet.

Unter dem Titel „Also bin ich” erzählen die beiden darin die Geschichte des jungen Psychologen Halverstett, einem sensiblen, im Schatten seines ungeliebten Vaters stehenden Einzelgängers. Nach und nach gerät er in den Bann seines ersten Patienten namens Ignatius, der behauptet, seinen Bruder getötet zu haben, den es allerdings nachweislich nie gegeben hat.

„Schizoide Psychose” lautet die Diagnose für Ignatius. Mord ist für ihn eine logische Konsequenz, ja eine selbsterhaltende Notwendigkeit, und so verwandelt er Halverstetts Welt Zug um Zug in einen Albtraum und macht ihn zu seinem Mitwisser und Komplizen.

Im Rahmen des fünften Ludwigsburger Literaturfestes ist das Erstlingswerk des Autoren-Duos jetzt vom Verlagshaus Pop mit dem Prosa-Debütpreis 2011 ausgezeichnet worden. Mitglied der Jury war unter anderem der Lyriker Horst Samson, der wie Verlagsleiter Traian Pop zur Literatengruppe um die Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller gehört.

Da Sonntag erkrankt war, konnte Samson den Preis im Rahmen des Festivals jedoch nur an Kremers übergeben. Als „Roman voller Spannungen” würdigte Samson das Buch. Der Glaube an Gott und Teufel werde darin in zweiter Ebene gleich mit verhandelt.

„Die ewige Stadt als Kulisse ist da der richtige Schauplatz, um im Schattenspiel davor, weitläufig und zusammen mit Pater Lorenzo der Frage nachzugehen, wovon wir Menschen oder sagen wir die Protagonisten des Buches besessen oder geleitet sind auf den Kreuzgängen durch das wahre Leben, und wie der Faden der eigenen Biographie sich einem mitunter Schritt für Schritt dabei wie von selbst immer fester um den Hals legt.”

Im Werk von Kremers und Sonntag entfalte sich die Geschichte einer unglücklichen, fortschreitenden Verbindung von Wahrheit und Wahnsinn.
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