Jobexpedition zu attraktiven Unternehmen

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Die Teilnehmer der Jobexpedition bei der Besichtigung der Produktion von AGC (im Hintergrund: AGC-Werksleiter Marek Borgstedt, 3.v.r.), in Geilenkirchen. Foto: aw

Kreis Heinsberg. Eine kleine Gruppe aus Studenten der FH Aachen informierte sich im Kreis Heinsberg über berufliche Perspektiven bei interessanten möglichen Arbeitgebern und nutzte dazu das neue Besuchsformat der sogenannten Jobexpedition, das von der Fachhochschule gemeinsam mit verschiedenen Partnereinrichtungen im Rahmen des Projektes TeTRRA entwickelt wurde.

Hintergrund des Projektes ist das Bestreben, speziell mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum einen verbesserten Zugang zu den Hochschulen zu verschaffen. Die Jobexpeditionen sollen dabei den Fokus der Studenten insbesondere auf die Karrierechancen bei den vielen attraktiven, aber oftmals unbekannten Arbeitgebern in der Region lenken. Erstmals wurde eine solche Jobexpedition nun in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) zu zwei Unternehmen im Kreis Heinsberg angeboten.

Dabei wurden die Studenten während der gesamten Reise ab Aachen von Mitarbeitern des Dezernates Technologie- und Wissenstransfer ihrer Hochschule sowie WFG-Projektleiter Axel Wahlen begleitet, der die Fahrt im Bus dazu nutzte, einen kurzen Abriss über die Wirtschaftsentwicklung des Kreises zu geben und auf die große Zahl attraktiver Unternehmen vor Ort zu verweisen.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Tages war bei beiden Expeditionszielen das Thema Produktionslogistik: Zum einem wurde der Lackierspezialist KSK Industrielackierungen GmbH & Co. KG besucht, der von einem in Geilenkirchen gegründeten handwerklichen Unternehmen in den letzten Jahrzehnten zu einem der größten Industrielackierbetriebe Europas mit fast 350 Mitarbeitern gewachsen ist und rund 25 verschiedene Kunden aus der Automobilindustrie beliefert.

Außerdem besuchten die Studierenden die Betriebsstätte der zum japanischen AGC-Konzern gehörenden AGC Glass Germany GmbH, die sich vor zehn Jahren in Wegberg-Wildenrath niedergelassen hat und mit heute 200 Mitarbeitern von dort aus Autoscheiben zu fast allen Automobilherstellern in Deutschland zuliefert.

Obwohl das Unternehmen seinen Marktanteil in Deutschland seither schon von fünf auf rund 25 Prozent gesteigert hat, konnten die Verantwortlichen von weiteren Wachstumsplänen für Wildenrath berichten.

In beiden Unternehmen spielt das Thema eine große Rolle, mit dem sich die gezielt angesprochenen Studenten aus dem Masterstudiengang Industrial Engineering im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der FH im Wesentlichen befassen, nämlich der Steuerung komplexer Produktions- und Logistikprozesse.

Und so war es nicht verwunderlich, dass es sowohl während der jeweiligen Unternehmensvorstellungen als auch bei den ausführlichen Betriebsbesichtigungen zu einem lebhaften Austausch über fachliche Fragen kam.

Die Veranstalter sind zuversichtlich, dass mit den Jobexpeditionen ein Angebot gefunden wurde, von dem beide Seiten profitieren können: sowohl die angehenden Hochschulabsolventen, denen Praktikumsplätze oder mögliche Themen zur Bearbeitung im Rahmen von Masterarbeiten aufgezeigt wurden, als auch den Unternehmen, die sich auf diese Weise ins Bewusstsein der Zielgruppe als potenzielle Arbeitgeber rücken konnten.

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