Kreis Heinsberg - Jobcenter erhält mehr Finanzmittel vom Bund

Jobcenter erhält mehr Finanzmittel vom Bund

Von: red/disch
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Freut sich über mehr Bundesmittel: Rita Thelen, die stellvertretende Geschäftsführerin vom Jobcenter Kreis Heinsberg. Foto: defi
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Freut sich über finanziellen Spielraum für eine aktive Arbeitsmarktpolitik: CDU-Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers. Foto: anna

Kreis Heinsberg. Nachdem in erster Lesung im Bundestag der Bundeshaushalt 2014 beraten worden ist, hat der Heinsberger CDU-Abgeordnete Wilfried Oellers als Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales den vorgelegten Entwurf begrüßt und zudem mitgeteilt, dass sich auch das Jobcenter Kreis Heinsberg über zusätzliche Mittel freuen könne.

Der Etatentwurf schaffe finanziellen Spielraum für eine aktive Arbeitsmarktpolitik. „Der Entwurf zum Bundeshaushalt 2014 setzt die im Koalitionsvertrag gesetzten Ziele, die Haushaltskonsolidierung und die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, um“, erklärte Oellers. So werde unter anderem gewährleistet, dass die Ausgabereste bei den Eingliederungs- und Verwaltungsmitteln der Grundsicherung für Arbeitsuchende in Höhe von 1,4 Milliarden Euro den Jobcentern vor Ort für die Jahre 2014 bis 2017 zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit zur Verfügung gestellt würden. Von dem daraus resultierenden jährlichen Betrag von 350 Millionen Euro müssten für das Haushaltsjahr 2014 insgesamt 25 Millionen Euro für die Erfüllung von Erstattungsansprüchen einbehalten werden. Damit stünden dem Bundeshaushalt für 2014 weitere 325 Millionen Euro zur Verfügung, die auf die Jobcenter gemäß der Eingliederungsmittelverordnung zeitnah verteilt würden.

Dieser Umstand sei „der guten wirtschaftlichen und konjunkturellen Situation zu verdanken,“ so Oellers.

Diese zusätzlichen Mittel würden den Jobcentern sowohl für Leistungen zur Eingliederung in Arbeit als auch für Verwaltungskosten zur Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende bereitgestellt.

Das Jobcenter Kreis Heinsberg kann sich laut Oellers in diesem Jahr zusätzlich über mehr als 400.000 Euro für Wiedereingliederungsmaßnahmen freuen. Auch bei den Verwaltungskosten werde das Jobcenter einen Nachschlag von fast 430.000 Euro erhalten. Diese Mittel könnten zielgerichtet für lokale Arbeitsmarktprogramme genutzt werden, um die Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren.

Trotz rückläufiger Arbeitslosenzahlen im Bundesgebiet bleibt das Budget im Bundeshaushalt für den Bereich Arbeit und Soziales nach Angaben des CDU-Abgeordneten auf gleichem Niveau wie in den Vorjahren. So werde mit dem vorgesehenen Gesamtbudget von fast acht Milliarden Euro für Eingliederungsleistungen und Verwaltungskosten im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende das Niveau des Haushaltsjahres 2013 gehalten. „Damit macht die Bundesregierung deutlich, dass sie ihr Ziel nicht aus den Augen verliert und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit weiter vorantreibt“, so Oellers.

Auf Nachfrage bestätigte Rita Thelen, die stellvertretende Geschäftsführerin vom Jobcenter Kreis Heinsberg, die Zuweisung zusätzlicher Bundesmittel in Höhe insgesamt von rund 830.000 Euro. Damit würden die avisierten Bundesmittel für Eingliederungsmaßnahmen und Verwaltungskosten in diesem Jahr auf über 19 Millionen Euro steigen. Als „besonders positiv“ bewertete sie die Ankündigung, dass diese zusätzlichen Mittel nicht einmalig nur in 2014, sondern auch in den kommenden drei Jahren bereitgestellt werden sollen.

So könne das Jobcenter mit Kontinuität auf ­einem höherem Niveau „sinnvolle Aktivitäten für die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kreis Heinsberg“ planen und steuern. Verwendung finden sollen die zusätzlichen Mittel schwerpunktmäßig in den vier geschäftspolitischen Handlungsfeldern des Jobcenters: Es geht einerseits darum, Kunden ohne Abschluss zu Fachkräften auszubilden. In diesem Zusammenhang ist nach Thelens Angaben eine zusätzliche Maßnahme als Vorbereitung auf betriebliche Einzelumschulungen geplant. So könnten beispielsweise Bürokaufleute in verkürzter Zeit, in zwei statt drei Jahren, ausgebildet werden.

Langzeitleistungsbezieher zu aktivieren und ihre Integrationschancen zu erhöhen – auch dies ist ein Ziel des Jobcenters, das nun eine weitere Gruppe für Kunden mit „ausgeprägtem Unterstützungsbedarf“ fördern will. Mit Blick auf die Beschäftigungsmöglichkeiten für Alleinerziehende wird an einen erhöhten Wiedereingliederungszuschuss für Arbeitgeber gedacht. Und beim vierten Handlungsfeld – Jugendliche in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren – sollen mehr Plätze in vorbereitenden Gruppenmaßnahmen geschaffen werden. Bei der Verwendung der zusätzlichen Bundes­mittel werde aber auch an die Beschäftigten des Jobcenters gedacht, sagte Thelen unter Hinweis auf sinnvolle Fortbildungen und Qualifizierungen sowie teamfördernde Maßnahmen.

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