Jeder Wähler erhält vier Stimmzettel

Von: disch
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Gleich vier Stimmzettel werden die Wähler bei der Kommunalwahl am 30.August erhalten: Hanna Schmitz, Mitarbeiterin des Hauptamtes der Stadt Heinsberg, präsentiert die wichtigen Papiere. Foto: Rainer Herwartz

Kreis Heinsberg. Ein bedeutsamer Tag für die Kommunalpolitik steht am Ende dieses Monats bevor: Am 30.August wird bei der Kommunalwahl gleich in vierfacher Hinsicht das Votum der Bürger erfragt.

Sie wählen an diesem Tag - oder vorab, falls sie sich zur Briefwahl entschließen sollten - den Landrat, den Kreistag, die Bürgermeister sowie die Stadt- und Gemeinderäte.

Alle Deutschen und auch alle Staatsangehörigen der anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und mindestens am 16. Tag vor der Wahl ihren Hauptwohnsitz in einer Stadt oder Gemeinde des Kreises innehaben, sind wahlberechtigt.

So werden am 30.August im Kreis Heinsberg nach Angaben der Pressestelle des Kreises zirka 205.000 Menschen wahlberechtigt sein.

Die insgesamt 216 Wahllokale im Kreis Heinsberg werden am Sonntag, 30.August, von 8 bis 18Uhr geöffnet sein. Danach wird ausgezählt: Von den Mitgliedern der Wahlvorstände in den Wahlbezirken werden die Ergebnisse schließlich den Wahlleitern in den Kommunen und dem Kreiswahlleiter übermittelt, die am Abend die vorläufigen Endergebnisse feststellen werden.

Schon an der Farbe sind die unterschiedlichen Stimmzettel erkennbar: hellrot für den Kreistag, hellblau für den Landrat. Die Farben der übrigen Stimmzettel sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Für jeden der vier Zettel gilt: Jeder Wähler hat jeweils nur eine Stimme!

Während der Kreistag und die Räte in den Kommunen weiterhin für die Dauer von fünf Jahren gewählt werden, ist die Amtszeit der hauptamtlichen Landräte und Bürgermeister nunmehr auf sechs Jahre verlängert worden. Und: Es wird bei der Wahl der Landräte und Bürgermeister diesmal keine Stichwahlen mehr geben.

Gewählt ist bereits im ersten Anlauf, wer die meisten gültigen Stimmen auf sich vereinigt - auch ohne absolute Mehrheit. Bei der Kommunalwahl gilt aber erneut: Es gibt - anders als zum Beispiel bei der Bundestagswahl - keine Fünf-Prozent-Hürde, die überwunden werden müsste, um bei der Sitzverteilung zum Zuge zu kommen.

Während für den Kreistag sieben Parteien und Wählergruppen kandidieren (CDU, SPD, Grüne, FDP, NPD, Linke und UB-UWG) und sich um das Landratsamt fünf Kandidaten bewerben (Amtsinhaber Stephan Pusch von der CDU, Michael Stock von der SPD, Maria Meurer von den Grünen, Dirk Aldenhoff von der FDP und Helmut Gudat von der NPD), ist das Bewerberspektrum in den zehn Städten und Gemeinden völlig unterschiedlich gefächert.

So werden die Rekordzahlen aus Erkelenz gemeldet: Dort gibt es gleich sechs Bürgermeisterkandidaten und sogar elf Parteien, die in den Erkelenzer Stadtrat einziehen wollen.

Hingegen treten in den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht nur jeweils vier Parteien und Gruppen an. Und in Gangelt steht mit Amtsinhaber Bernhard Tholen (CDU) nur ein einziger Bürgermeisterkandidat zur Wahl. Aber auch er ist damit nicht bereits automatisch gewählt. Denn Tholen muss eine Hürde überwinden: Mindestens 25Prozent der Wahlberechtigten müssen für ihn stimmen.
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