Hückelhoven - Jahresergebnis 2010: Verlustreich, aber doch okay

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Jahresergebnis 2010: Verlustreich, aber doch okay

Von: Norbert F. Schuldei
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Helmut Holländer, Herr über
Helmut Holländer, Herr über Hückelhovens Finanzen, strahlt nicht, hat aber auch keinen Grund zum Foto: N. Schuldei

Hückelhoven. Man hat sich ja dran gewöhnt, dass jede Woche ein anderes Land den Bankrott erklärt, um dann unter einen so genannten Rettungsschirm zu schlüpfen. Die Stadt Hückelhoven muss an einen solchen Tropf keinen Gedanken verschwenden. Der Abschluss des Haushaltsjahres 2010, des fünften schon, der nach den Vorschriften des NKF-Gesetzes erstellt wurde, ist einerseits der verlustreichste seit Einführung des NKF in Hückelhoven im Jahr 2007.

Andererseits ist der befürchtete Verlust von über sechs Millionen Euro deutlich geringer ausgefallen: Unterm Strich waren es 4,8 Millionen Euro Miese. „Diese Verbesserung”, sagt Kämmerer Helmut Holländer, „ist ausschließlich durch höhere Einnahmen zustande gekommen”.

So ist der vorhergesagte Konjunktureinbruch bei der Gewerbesteuer im Jahr 2010 nicht nur nicht eingetreten - Hückelhoven kassierte sogar mehr Gewerbesteuer als eingeplant: Insgesamt 10.086.991 Millionen Euro. Der Kämmerer: „Die Gewerbesteuer hat sich in Hückelhoven als robust erwiesen; die Weltwirtschafts- und Finanzkrise hat offenbar keinen Einfluss gehabt.”

Helmut Holländer blickt dennoch mit gespannter Miene nach vorne: „Im Übrigens ist die Haushaltssituation der Stadt nach wie vor angespannt.” Wahrscheinlich müsse man zum Ausgleich des Haushaltes ab 2012 die Ausgleichsrücklage in Anspruch nehmen. Die wird Ende 2011 voraussichtlich bei knapp 1,5 Millionen Euro liegen - am 31. Dezember 2009 waren es noch gut 11,7 Millionen Euro. Die finanziellen Situation der Gemeinden allgemein ist schlecht, da ist Hückelhoven keine Ausnahme. Aber ein wie auch immer gearteter Rettungsschirm wird nicht ausgepackt.

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