Islandpferdereiter treffen sich beim Hestadagar

Von: sev
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Beim Hestadagar der Islandpfer
Beim Hestadagar der Islandpferdereiter in Frilinghoven: Lysanne Wilms aus Hastenrath nahm mit ihrem Pferd Gladur van Haselrode an fünf von elf Prüfungen teil, die auch von ihrer kleinen Freundin Lina Görtz aus Waldenrath beobachtet wurden. Foto: Franz Severins

Kreis Heinsberg. Die Reitschule Frilinghoven in Waldfeucht war wieder der ideale Austragungsort für das Hestadagar, das Freizeitturnier, der Islandpferdereiter Kreis Heinsberg. Dabei hatten die Veranstalter das Wetterglück auf ihrer Seite.

Doch leider wirkte sich dies nicht positiv auf die Veranstaltung aus. „Schade, dass zu dieser schönen kleinen Veranstaltung so wenige Teilnehmer gekommen sind, doch trotzdem war es ein gelungenes Reitevent”, meinte die Vorsitzende Marion Heindorf. Zumal dem Verein fast 150 Mitglieder angehören, die vom linken Niederrhein bis zur Voreifel beheimatet sind und Islandpferde nicht nur reiten, sondern auch erfolgreich züchten.

Dabei sind häufig auch die Familienmitglieder begeistert bei der Sache. Dies sah auch der Besitzer der Reitschule, Franz Storms, so. „Das Islandpferd ist ein typisches Familienpferd, mit dem man auch im gesetzten Alter noch das Reiten erlernen kann.”

Doch davon ist ­Lysanne Wilms aus Hastenrath noch weit entfernt. Sie ritt im Alter von acht Jahren mit ihrem Pferd Gladur van Haselrode beim Signal­reiten, beim Fahnenrennen, beim Best of Dreigang, bei der Prüfung „Blinder Führer” sowie bei der Tölt-Trab-Geschicklichkeitsprüfung mit, kurz gesagt bei fünf von elf Prüfungen, wobei der lockere flüssige Tölt, eine spezielle Gangart, sowie Harmonie zwischen Reiter und Pferd im Vordergrund standen.

Beim Hestadagar wies die Vorsitzende Marion Heindorf auf eine weitere Veranstaltung hin, bei der es im kommenden Jahr heißen wird: „Berlin, wir kommen!” Dieser Stafettenritt (ab 20. Juni) ist traditionell Bestandteil der Islandpferde-Weltmeisterschaft: Beim abschließenden Einritt in die WM-Ovalbahn (am 4. August) treffen sich Breitensportler, Wanderreiter und Sport-Asse erklärtermaßen auf ­Augenhöhe und zeigen aktiv die Faszination ­Islandpferd, die alle Beteiligten miteinander verbindet.

Die Ambitionen, aus der Weltmeisterschaft 2013 in Berlin etwas ganz Besonderes zu machen, sind auf ­allen Ebenen des Islandpferde-Reiter- und Züchterverbandes Deutschland (IPZV) zu spüren.

Und da tüftelt das Breitensportressort des Verbandes eben an diesem ganz besonderen Stafettenritt: Höhepunkt wird sicherlich - neben dem Einzug der Teilnehmer in die große Eröffnungsshow der WM - der vorherige gemeinsame Ritt durchs Brandenburger Tor werden. Seit einigen Tagen ist die Anmeldung für die Aktionen in Berlin möglich. Dies wird auch schon rege genutzt. Vor dem Ritt durch das Herz der Hauptstadt müssen Pferde und Reiter aber natürlich erst dorthin gelangen, und für die waschechten Wander- und Stafettenrittfreunde steht natürlich fest, dass der Weg nach Berlin zu Pferd bewältigt werden soll.

Breitensportchef Christian Eckert erläuterte zum aktuellen Stand der Planungen: „Wir planen einen Sternritt aus drei Richtungen - Norden, Westen und Süden - nach Berlin.” Die Westroute startet in den Niederlanden und führt durch Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg nach Berlin. „Die Vorbereitungen für das Ereignis im Jahr 2013 treten jetzt in eine neue Phase. Quasi täglich werden mit Hilfe der Landesverbände Lücken in der Routenplanung geschlossen.”

Zum Jahreswechsel soll dann die Anmeldung für die Etappen beginnen. Parallel zu den Detailplanungen läuft auch die Werbetrommel an: Alle, die mitmachen wollen, zum Beispiel Landesverbände, Ortsvereine, Höfe, Rittorganisatoren, Streckenquartiere und so weiter, können das Plakat „Der große Ritt” über die Bundesgeschäftsstelle des IPZV bestellen; weitere Materialien sollen noch folgen.

Das Ziel ist klar: Ab 20. Juni 2013 heißt es dann für Hunderte ­Stafettenreiter, darunter auch Mitglieder des Vereins Islandpferdereiter Kreis Heinsberg: „Berlin, wir kommen!”
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