Installation von Solaranlagen: Grüne stellen Antrag

Von: Norbert F. Schuldei
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven. Die Energiegewinnung durch Solarstromanlagen dient, daran gibt es keine ernsthaften Zweifel, dem Klimaschutz.

Deshalb setzen sich Politiker auch der Grünen auf kommunaler Ebene für die Installation von Solaranlagen ein. Die Stadtratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen in Hückelhoven hat jetzt den Antrag gestellt, ein Dachflächenkataster für die Installation von Solaranlagen anzulegen. Das klingt sinnvoll. Aber wie das nicht selten so ist: Was gut und plausibel klingt, ist oft ganz so einfach nicht.

Zunächst einmal, das wurde den Mitgliedern des Bau- und Umweltausschusses mit Hilfe von Luftaufnahmen vor Augen geführt, gibt es auf städtischen Gebäuden in der Stadt bereits Solaranlagen (Gymnasium, Schulzentrum In der Schlee und Schulzentrum Ratheim).

Die Erkenntnis: Nicht alle Dächer eignen sich als Träger solcher Anlagen. „Jedes Dach ist anders”, stellte Dr. Achim Ortmanns lapidar fest. Wirtschaftlich, so der Technische Beigeordnete, sei die Installation einer Solaranlage nur auf neuen Dächern. Grundsätzlich aber stehe die Verwaltung „dem Thema Solaranlagen auf städtischen Gebäude offen gegenüber”.

Die Stadt darf als Kommune keine eigene Gesellschaft gründen, ein genossenschaftliches Betreibermodell (wie in Erkelenz) dagegen wäre durchaus möglich. Genau das schwebt den Hückelhovener Grünen vor: „Um den Klimaschutzgedanken in Hückelhoven zu unterstützen, ist eine Beteiligung der Bürger an zum Beispiel genossenschaftlichen Betreibermodellen wünschenswert.”

CDU-Fraktionschef Heinz-Josef Kreutzer indes mahnte: „Wir sind zu einem ungünstigen Zeitpunkt dran: Die Bundesregierung kürzt gerade die Vergütung für Solarstromanlagen.” Kreutzer warnte folgerichtig vor „Schnellschüssen”. Das Dachflächenkataster für die Installation von Solaranlagen allerdings soll erstellt werden.
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