Infos zu Parkresidenz und Klimaschutzsiedlung „Bauxhof”

Von: kl
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Erkelenz. Erkelenz ist und bleibt eine Stadt der Bauprojekte, wenn auch nicht jedes auf Anhieb klappt, wie das Beispiel des Rewe-Geländes an der Aachener Straße zeigt.

Dort ist nach wie vor noch nicht erkennbar, ob überhaupt und wann dort die im Rathaus vor mehr als einem Jahr vorgestellte Planung eines Einkaufsparks realisiert werden soll. Große Zuversicht herrscht über den beabsichtigten Bau eines Projektes im Bereich des Bauxhofs, das bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung thematisiert wurde. Dort soll auf einer Fläche, über deren Verkauf der Hauptausschuss am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung beriet, eine Bebauung entstehen, die auf den Vorstellungen des Arbeitskreises Wohnen im Alter vom Runden Tisch der Stadt Erkelenz basiert.

Exakt sechs Jahre besteht dieser Arbeitskreis, in vielen Gesprächen wurde die Idee eines seniorengerechten Projekts geboren, die die Sprecherin Irmtraud Keusemann vorstellte. „Wir stellen uns dort einen Wohnkomplex vor, in dem Senioren selbstbestimmt leben können und doch in einer Gemeinschaft zusammen sind.” Jeder Bewohner solle seine eigene Wohnung haben. In Gemeinschaftsräumen können sich die Bewohner der Anlage treffen, müssen es aber nicht. „Wir haben uns alle möglichen Konzepte durch den Kopf gehen lassen vom generationenüberschreitenden Wohnen bis hin zum betreuten Wohnen und sind dann zu dieser Idee des selbstbestimmten, gemeinsamen Lebens in eigenen Wohnungen gekommen.”

Die Theorie hat der Erkelenzer Architekt Ernst Storms in praktische Pläne umgesetzt, die als „Parkresidenz Bauxhof” verwirklicht werden sollen. Auf einer Fläche neben dem Friedhof zwischen Schulring und Roermonder Straße und angebunden an die bestehende Wohnhausbebauung sollen in zwei Bauabschnitten vier Wohnhäuser mit insgesamt 47 Wohnungen sowie eine Tiefgarage und Gemeinschaftsräume entstehen. Die Mietpreise sollen auch einkommenschwachen Senioren und Inhaber von Wohnungsberechtigungsscheinen den Bezug ermöglichen. „Es soll eine offene Anlage werden, die in die Nachbarschaft integriert wird und in der ein Zusammenleben aller möglich sein soll”, erläuterte Storms.

Betreutes Wohnen oder eine Pflegeeinrichtung soll es nicht geben. „Das schließt allerdings nicht aus, dass die Senioren eine Wohnung an eine Krankenschwester oder eine Pflegerin abtreten, die für sie tätig wird”, ergänzte Irmtraud Keusemann.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich jedenfalls angetan von diesen auf Privatinitiative entstandenen Plänen zur Parkresidenz Bauxhof und freuen sich ebenso wie die Mitglieder des Arbeitskreises Wohnen im Alter auf die Umsetzung.

Im Planungsstadium ist ebenfalls die „Klimaschutzsiedlung Bauxhof”, die im Bereich der ehemaligen Übergangssiedlung entstehen soll. Nach der Grundsatzentscheidung des Ausschusses im November zur Entwicklung dieser Siedlung werden nun in einem Auswahlverfahren Investoren für die Projektumsetzung gesucht. Die Verwaltung hat mittlerweile, wie es in einer Mitteilung des Technischen Beigeordneten Ansgar Lurweg heißt, eine Kanzlei beauftragt, die die europaweite Investorenausschreibung begleiten soll. Die Ausschreibung erfolgt Mitte Mai. Mitte September sollen Angebote vorliegen. Bestandteil der vorgesehenen Leistungen durch die Investoren sollen der Ankauf des Grundstücks, der Abbruch der vorhandenen Bausubstanz, die städtebauliche Überplanung des Geländes mit Reihen- und/oder Doppelhäusern und die Erschließung der Siedlung sein.

Diese Siedlung soll den Erfordernissen entsprechen, die das Land NRW für das Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen” aufgestellt hat. Dazu gehört unter anderem, dass der Passivhausstandard eingehalten werden muss.

Kreisverkehr an der „Hovener Kreuzung” gewünscht

Ebenfalls in der Planung ist ein weiterer Kreisverkehr in der Stadt Erkelenz.

Nach einem Ortstermin am Kreuzungspunkt L 19/L 202 zwischen Hoven und Schwanenberg, an dem es im Februar zu einem tödlichen Unfall gekommen war, hat die Unfallkommission beschlossen, vorbehaltlich der technischen Machbarkeit dort einen provisorischen Kreisverkehr einzurichten.

Er orientiert sich an dem bereits bestehenden Kreisverkehr an der Landstraße 19 zwischen Matzerath und Schwanenberg.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW als Straßenbaulastträger prüft derzeit die Realisierbarkeit und wird gegebenenfalls kurzfristig die Planung vorlegen.

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