Heinsberg - Indien-Hilfswerk freut sich über 10.000-Euro-Spende

Indien-Hilfswerk freut sich über 10.000-Euro-Spende

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Auf dem Foto (v.l.n.r): Ulla Meurer, Dieter Meurer, Agnes Frenken, Leonore Determann und Heribert Kamps. Foto: Ulla Meurer, Dieter Meurer, Agnes Frenken, Leonore Determann und Heribert Kamps.

Heinsberg. Freudige Überraschung für das Indien-Hilfswerk Heinsberg: Vorsitzende Agnes Frenken und ihr Stellvertreter Heribert Kamps konnten jetzt eine Spende von mehr als 10.000 Euro zugunsten der Tsunami-Opfer im südindischen Cuddalore entgegennehmen.

Dort betreibt das Life Help Centre, der indische Projektpartner des Indien-Hilfswerks, einen Campus, in dem Waisen und behinderte junge Menschen betreut und versorgt werden. Zudem werden sie dort mit mehr als 300 Schülern aus den umliegenden 16 Dörfern, die vom Tsunami schwer betroffen waren, unterrichtet.

Dieter Meurer knüpft Kontakt

Das Geld ist der „Rest” aus einer Spendenaktion, die bereits 2004 von der Wittmunder AWO-Kreis-Vorsitzenden Leonore Determann nach der Tsunami-Katastrophe initiiert worden war. Den Kontakt zwischen der Wittmunder AWO und dem Heinsberger Indien-Hilfswerk konnte Dieter Meurer, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt im Kreis Heinsberg, auf der AWO-Bundeskonferenz in Berlin knüpfen.

Ursprünglich war das gesamte Spendengeld für eine Schule auf Sri Lanka bestimmt, wohin ein Großteil der Mittel auch bereits geflossen ist. Aufgrund unvorhergesehener Probleme durch die Kriegssituation dort hatten sich die Wittmunder nun entschlossen, an einem anderen Ort etwas für die Tsunami-Opfer zu tun.

Treffen arrangiert

Als Leonore Determann nun kürzlich in der Nähe von Düsseldorf war, arrangierten Dieter Meurer und seine Frau, die SPD-Landtagsabgeordnete Ulla Meurer, ein Treffen mit den Vertretern des Indien-Hilfswerks, so dass die Spende persönlich überreicht werden konnte. Ulla Meurer nahm die Gelegenheit wahr, Agnes Frenken, Heribert Kamps sowie Leonore Determann in den Landtag einzuladen, um dort an einer aktuellen Stunde teilzunehmen.

Reger Austausch

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten fand im Anschluss ein reger Austausch über die Aktivitäten des Indien-Hilfswerks statt. Agnes Frenken erläuterte, welche Projekte im Zusammenhang mit dem Tsunami in Südindien bereits ins Leben gerufen worden seien. So wurden sofort nach der Naturkatastrophe Ende 2004 groß angelegte Impf- und Gesundheitsvorsorgeprogramme durchgeführt. Die vom indischen Projektpartner bereits bei großen Monsunüberschwemmungen bewährte Katastrophenhilfe konnte auch hier schnell und effizient erste Hilfsmaßnahmen leisten.

Reismühle gebaut

Dieter Meurer wies in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied von AWO International darauf hin, dass bis Ende 2008 alle Spenden, die bei der AWO über die Aktion „Deutschland hilft” für die Tsunami-Opfer eingegangen seien, zweckentsprechend verwendet worden seien. Neben der Versorgung von Waisen und behinderten jungen Menschen sei in Cuddalore eine Reismühle gebaut worden, die sicherstellen solle, dass entsprechende Einnahmen für die laufende Unterhaltung der Einrichtung zur Verfügung stehen.

Hoher Bedarf vorhanden

Agnes Frenken und Heribert Kamps stellten fest, dass nach wie vor ein hoher Spendenbedarf vorhanden sei, um vor allem das Hauptprojekt des Indien-Hilfswerks, das Life Help Center in Chennai, den Campus in Cuddalore sowie das Krankenhaus in Darjeeling und die erst vor kurzem eröffnete Behinderteneinrichtung in Kaschmir zu unterstützen.

Bei allen Projekten steht das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe” im Vordergrund. So werden neben therapeutischen Maßnahmen in der Behindertenarbeit insbesondere Schul- und Berufsausbildung, Gesundheitsversorgung sowie Kleinkreditprogramme gefördert, die den Menschen die Möglichkeit eröffnen, weitestgehend selbst für sich sorgen zu können.

Das Indien-Hilfswerk erbittet Spenden auf das Konto 7063464 bei der Kreissparkasse Heinsberg, BLZ 31251220.
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