Heinsberg - In Heinsberg wird bloß noch der Mangel verwaltet

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In Heinsberg wird bloß noch der Mangel verwaltet

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Heinsberg. Das eigentliche Zahlenwerk für das Jahr 2011 soll erst in der Ratssitzung am nächsten Mittwoch erörtert werden, doch schon jetzt steht fest, dass es ernüchternd sein wird.

Im Heinsberger Ergebnisplan belaufen sich die Erträge auf 71,001.555 Euro und stehen Aufwendungen von 81,453.442 Euro gegenüber. Um einen Ausgleich des Ergebnisplans herbeizuführen, kommt es zu einer Verringerung der allgemeinen Rücklage um 10.451.887 Euro.

Die CDU-Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss hat zwar bewirkt, dass die Haushaltssatzung dem Rat zur Annahme empfohlen wird, doch alle übrigen Fraktionen enthielten sich der Stimme, weil „noch Beratungsbedarf” bestehe. Angesichts der für die Heinsberger Mandatsträger ungewohnten Finanzsituation sollen begleitende Wort wohl gut gewählt sein.

Bürgermeister Wolfgang Dieder sprach in seiner Stellungnahme davon, dass derzeit nur noch ein Mangel verwaltet werde und von gestalterischem Wirken kaum die Rede sein könne. „Es geht bei den Kommunen in der Bundesrepublik und auch hier im Kreis Heinsberg nicht mehr um vier, fünf oder zehn Millionen Euro Defizit in einem Ergebnisplan. Es geht um unsere Existenz, da unser Eigenkapital dezimiert wird und uns allen ohne grundlegenden Kurswandel die Überschuldung droht...Unsere Aufgabe ist es, auf eine grundlegende Umverteilung der Finanzausstattung in den staatlichen Ebenen zu drängen.”

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