In der Mensa statt 200 nur 120 Mahlzeiten

Von: hewi
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Wegberg. Zuerst musste sie unbedingt gebaut werden, jetzt geht kaum einer hin: Die Mensa stand auf der Tagesordnung bei der letzten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BIKSS).

Seit Februar 2010 betreibt die Stadt Wegberg im Schul- und Sportzentrum die Mensa. Geplant war sie für mindestens 200 Mahlzeiten pro Trag. Die Anzahl sollte an sich kein Problem darstellen, da die Mensa für alle drei weiterführenden Schulen des Schulzentrums da sein soll.

Nachdem die Mensa anfangs gut genutzt wurde, brachen die Zahlen aber ein und pendeln heute bei rund 100 bis 120 Mahlzeiten pro Tag. Diese Zahl wird nach Ansicht der Verwaltung auch zukünftig kaum zu überschreiten sein. Die Mahlzeiten liegen bei 3,11 Euro auf einem vergleichsweise hohen Niveau, was jedoch daran liegt, dass die Personalkosten in die Preise anteilig eingerechnet werden.

Um ein weiteres Ansteigen der Preise zu vermeiden, werden bis zu den Sommerferien Ausgleichzahlungen an den Betreiber Speisezeit geleistet.

Schon bei der Planung hatte die Mensa für einigen Diskussionsbedarf gesorgt. Auf Wunsch des Rates wurde die Planung von 120 auf 180 Sitzplätze erweitert, was sich auch in den Kosten niederschlug. Der Mensabau hat eine Nutzfläche von netto 504 Quadratmetern, der Speiseraum allein rund 290.

Insgesamt hat der Bau einen umbauten Raum von 2500 Kubikmetern. Die Kosten beliefen sich auf 1.530.000 Euro. An den drei Schulen sind insgesamt rund 2000 Schüler, die die Mensa nutzen können, es aber mehrheitlich nicht tun.

In Wegberg habe sich noch keine „Mensakultur” entwickelt, hieß es in der Ausschusssitzung. Auch Bürgermeister Reinhold Pillich sprach von einer Vielzahl an Gründen, die die Schüler verleiteten, lieber in der Stadt Döner, Pizza oder Pommes zu essen.

„Mensa ist uncool”, erklärte der Leiter des Fachreferats Bildung und Soziales, Gerd Pint, unter Berufung auf die häufig geäußerte Schülermeinung. So kann es jedoch nicht weitergehen. Deshalb beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, eine Lösung zu erarbeiten, die eine Beendigung der Ausgleichzahlungen an Speisezeit und eine
Steigerung der Attraktivität der Mensa vorsieht.
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