Gangelt - Im Wildpark Gangelt geht es kalorienreich zu

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Im Wildpark Gangelt geht es kalorienreich zu

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Janine und Anika sind zwei der neun jungen Damen, die als Hasen im Wildpark über die Ostertage 15.000 Eier unter die Gäste brachten. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Ob diese tierischen Herrschaften herausfinden wollen, wer der Stärkere ist, oder ob die Familienplanung diskutiert wird, blieb unklar. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. 15.000 Ostereier wurden über die Feiertage im Wildpark Gangelt unter die Besucher gebracht. Nicht nur Kinder waren die dankbaren Abnehmer der Gaben, die teils aus Schokolade, teils hartgekocht an die Gäste verteilt wurden.

Zwei Hasenkostüme gibt es im Wildpark, und neun jungen Damen wechselten sich ab, ihren vierbeinigen Vorbildern möglichst ähnlich zu sehen. Das gelang wahrlich nicht immer, wie man an den skeptischen Blicken vieler Kinder erkennen konnte, denen ja schließlich auf dem Weg vom Parkplatz bis zum Eingang des Wildparks von den Eltern oder Großeltern das Erscheinen des leibhaftigen Osterhasen angekündigt wurde. Und allerspätestens dann, wenn die beiden Hasen redeten, um die Kinder zu animieren, doch zuzugreifen, meldete der Nachwuchs bei den Eltern für später Redebedarf an.

Dass die Ostereier überreicht und nicht mehr versteckt wurden, hatte einen einfach Grund, wie Erwin Janssen, Falkner im Wildpark, zu erzählen weiß. „Ein Mal haben wir wirklich die Eier hinter den Büschen und Sträuchern versteckt. Da kamen dann aber Einzelne, die alles abräumten und für die Nachfolgenden blieb kaum etwas übrig.“ So entschloss man sich zu Plan B – der Lösung mit den „falschen“ Hasen und dem persönlichen Gespräch. Wer den kalorienreichen Eingangsbereich überwunden hatte, konnte auswählen.

In der Falknerei bot Erwin Janssen wie so oft einem begeisterten Publikum eine Show, wenn er diverse Greifvögel fliegen ließ, und dann in der vieltausendfach geübten Choreographie das Publikum in seine Vorstellung mit einband. Wenn es dann zwischen den Vorführungen leise wurde in der Falknerei, hörte man ein herzzerreißendes Piepen von zwei kleinen Uhus, die rund zwei Wochen alt und von Erwin Janssen mit der Hand großgezogen werden.

Drei Küken pro Jungeule pro Mahlzeit, und das einige Male am Tag, halten das Wildpark-Urgestein Janssen auf Trapp. Im Bärengehege erleben die Jungbären ihr zweites Osterfest und sind immer noch ein Publikumsmagnet. Bei den Steinböcken und Wildschweinen gibt es schon Nachwuchs und es dauert nicht mehr lange, dann verwandelt sich der ganze Wildpark in eine große Kinderstube. Frühlingsgefühle stellen sich auch schon bei den Murmeltieren ein. Bei diesen quirligen Tieren gibt es ebenso wie bei den Wisenten, den Elchen, dem Rot- und Damwild, den Steinböcken und Gämsen nur wenige Zäune, die die Sicht so gut wie gar nicht beeinträchtigen.

Andere Gehege, zum Beispiel die der Wölfe, Bären, Wildkatzen und Waschbären, lassen sich von erhöhten Standpunkten aus beobachten. Die Schafe, Ziegen und Hühner im Streichelzoo bekamen viel Besuch und dienten vor allem den Kindern immer wieder gerne als Fotomotiv. Bei der internationalen Gästeschar macht sich immer wieder das dreisprachige Informationssystem in Deutsch, Niederländisch und Englisch bezahlt, das die Besucher sicher durch den Park führt und Wissenswertes über die einzelnen Wildarten vermittelt. Ein Waldlehrpfad beschreibt mehr als 50 verschiedene Bäume und Sträucher.

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