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Im Umgang mit den Jugendlichen richtiges Feeling

Von: Petra Wolters
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Bei der Preisverleihung „Jugend und Ehrenamt” in der Heinsberger Kreissparkasse: Josef Füßer, Armin Makhtarian, Gertrud Hopfenbach, Hannah Klee, Ren Gruber als Stellvertreter für Riccardo Marangi, Martin Hennebrüder und Willi Engels Foto: Petra Wolters

Heinsberg. „Einfach nur so?”. Völlig erstaunt schaute Armin Makhtarian aus Hückelhoven Marketingdirektor Josef Füßer an, als dieser ihm in der Heinsberger Kreissparkasse einen Umschlag mit 250 Euro Inhalt überreichte.

Mit diesem Geldgeschenk ist der jetzt bereits zum elften Mal verliehene Preis „Jugend und Ehrenamt” verbunden, den die Sportjugend des Kreissportbundes und die Kreissparkasse gemeinsam vergeben.

Wie es Tradition hat, waren der 15-Jährige und die 18 Jahre alte Hannah Klee aus Geilenkirchen, zweite Preisträgerin in der Kategorie „Über 18”, von der Sportjugend mit einem Trick in Kreissparkasse gelockt worden, ohne von ihrem Glück zu wissen. Fünf Vorschläge für den Preis hatte es „U18” gegeben, sechs in der Kategorie „Über 18”. Martin Hennebrüder, stellvertretender Vorsitzender der Sportjugend, den Füßer zur Preisverleihung ebenso begrüßte wie Peter Derichs als stellvertretenden Vorsitzenden des Kreissportbundes und Willi Engels als Mitinitiator der Auszeichnung, würdigte die Verdienste der beiden jungen Preisträger.

Die Fußball-AG aufgebaut

Hannah Klee engagiert sich im Bereich Fußball. Seit einem Jahr leitet sie zweimal pro Woche das Training der Mädchen beim FSV Geilenkirchen. Sie begleitet sie zu Spielen und Turnieren und leitet zudem die Fußball-AG am bischöflichen Gymnasium St. Ursula. „Bis vor Kurzem gab es in Geilenkirchen und Umgebung praktisch keine Mädchenfußballmannschaften”, schrieb der stellvertretende Jugendgeschäftsführer des FSV, Riccardo Marangi, in seinem Vorschlag über Hannah. Sie sei mit ihren Fähigkeiten als Fußballerin „ein absolutes Vorbild. Aufgrund ihrer freundlichen, aber auch konsequenten blicken ihre Spielerinnen zu ihr auf.” Für den Verein und für die Schule sei Hannah eine zentrale Figur in der Förderung des Mädchenfußballs.

Armin Makhtarian wurde von Gertrud Hopfenbach vorgeschlagen. Sie ist Leiterin der Schwimmabteilung des ASV Rurtal Hückelhoven. Als Baby kam der Gymnasiast mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland. Seit zweieinhalb Jahren schon engagiert er sich regelmäßig montags und mittwochs als Gruppenhelfer beim Breitensport Turnen und beim Schwimmunterricht. Zudem half er bis zum vergangenen Jahr zwei Mal pro Woche in der Gruppe „Schwer mobil”.

Und als 2009 die Internet-Fachkraft für Anmeldung zum Triathlon erkrankte, übernahm Armin diese Aufgabe spontan. „Er musste oft bis in die späten Abendstunden arbeiten”, schrieb die Abteilungsleiterin in ihrer Würdigung. Mehr noch: Zurzeit gestaltet er die Internetseite des Vereins neu. Armin sei bei den Kindern sehr beliebt. „Er hat das richtige Feeling, um mit Kindern und Jugendlichen umzugehen”, so Hopfenbach. Da er einen „migranten Hintergrund” habe, sei die Arbeit im Verein für ihn eine Möglichkeit, sich in seiner neuen Heimat zu integrieren, Freunde zu gewinnen und Erfahrungen zu sammeln. „Durch sein großes Engagement und seine Begeisterung übt Armin eine Vorbildfunktion für die Kinder und Jugendlichen aus.”

Füßer hob im Rahmen der Preisverleihung hervor, dass dem Ehrenamt europaweit das ganze Jahr 2011 gewidmet sei. Auch für den Kreis Heinsberg sei ehrenamtliches Engagement von großer Bedeutung. Ohne Bäcker und Metzger - „die Bankenflucht hat auch schon begonnen” - würden die Ortschaften in erster Linie von „vielen fleißigen Bienen” leben, so seine Charakterisierung ehrenamtlich engagierter Menschen. Dies sei ein Qualitätsmerkmal für den Kreis Heinsberg, betonte er. „Und es wird von jungen Menschen getragen!”

Wichtig sei, ihnen Verantwortung und nicht Arbeiten zu übertragen, die Lakaiencharakter hätten. „Dann macht ihnen ihr Amt auch Spaß.” Zum Abschluss der kleinen Feier überreichte er den Preisträgern und ihren Paten noch einen Bildband über die Fußball-Weltmeisterschaft 2010.

Hennebrüder überraschte sie mit einem Gutschein über 100 Euro, mit dem beide ihre bereits erworbenen Qualifizierungen weiter ausbauen können.
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