Im Naturschutzgebiet ist Pilze sammeln tabu

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Klare Ansage: Der Kreis Heinsb
Klare Ansage: Der Kreis Heinsberg weist darauf hin, dass Pilze sammeln im Naturschutzgebiet verboten ist.

Kreis Heinsberg. Das feuchtwarme Sommerwetter lässt allerorten die Pilze sprießen und lockt zunehmend Pilzsammler in den Wald. „Im Grunde hat niemand etwas gegen dieses traditionsreiche Hobby, soweit in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt wird, also pro Person nur eine Tagesportion oder höchstens 500 Gramm”, erklärte die Pressestelle der Kreisverwaltung.

Aus gegebenem Anlass wies die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Heinsberg in Abstimmung mit dem Forstamt Rureifel-Jülicher Börde aber darauf hin, dass Pilze sammeln nur außerhalb von Naturschutzgebieten zulässig sei. Innerhalb dieser Gebiete sei es nämlich verboten, „Flächen außerhalb der Wege zu betreten” und „Pflanzen beziehungsweise Pilze zu beschädigen, auszureißen oder Teile davon abzutrennen”. Also gelte das Verbot ausdrücklich auch für das Sammeln der Fruchtkörper von Pilzen aller Art, selbst wenn sie sich direkt am Wegesrand befinden würden.

Zusätzlich zu den Bestimmungen über Naturschutzgebiete ist nach dem Landesforstgesetz auch außerhalb dieser Bereiche das Betreten von forstlichen Neuanpflanzungen und Kulturen generell verboten, so der Kreis. Auch organisierte Anreisen mit dem Bus, bei denen zahlreiche Pilzsammler das Gelände in breiter Front regelrecht „durchkämmen” würden, seien nicht zulässig - schon wegen der damit verbundenen erheblichen Beunruhigung der Tierwelt.

Wenn die Vertreter von Forstamt und Unterer Landschaftsbehörde bei ihren Kontrollgängen einen Verstoß gegen naturschutz- oder forstrechtliche Verbotsbestimmungen feststellen, kann dies mit einem Bußgeld geahndet werden. „Wer sein Hobby dagegen auf die erlaubten Gebiete und den privaten Rahmen beschränkt, kann seine Pilze guten Gewissens genießen”, so der Kreis. Pilzfreunden werde daher empfohlen, sich gegebenenfalls vorher bei der Unteren Landschaftsbehörde zu erkundigen (? 02452/136139), ob sich sein Ausflugsziel womöglich in einem Naturschutzgebiet befindet.

In diesem Jahr wird an den Zugängen zur Teverener Heide mit Schildern auf das Verbot des Pilzsammelns hingewiesen. Dafür wurden Schilder, die auf den Anleinzwang für Hunde hinweisen, abgehängt. Der Anleinzwang besteht, so die Untere Landschaftsbehörde, aber weiterhin. Die Behörde lobt ausdrücklich die zahlreichen vorbildlichen Hundehalter, die ihre Vierbeiner angeleint durch die Heide führen.
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