Kreis Heinsberg - Im Kreis gibt es immer weniger Schüler und immer weniger Schulen

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Im Kreis gibt es immer weniger Schüler und immer weniger Schulen

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
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Im Kreis Heinsberg gibt es immer weniger Schüler und immer weniger Schulen. Die Zukunft der Hauptschule in Heinsberg ist ungewiss. Archivbild: dpa

Kreis Heinsberg. Sie ist eine große Herausforderung für Behörden und Politiker: die demografische Entwicklung. Dieser abstrakte Begriff wird am Beispiel Schule plastisch. Die Schülerzahlen gehen zurück: Im Schuljahr 2004/2005 gab es im Kreis Heinsberg noch 42.489 Schüler.

Im vergangenen Schuljahr waren es nur noch 35.085. Das heißt auch, dass man für weniger Schüler weniger Schulen braucht. Vor zehn Jahren gab es im Kreis noch 99 Schulen, im vergangenen Jahre waren es nur noch 90.

Eklatant ist der Schülerrückgang an den Hauptschulen. Im Schuljahr 2004/2005 besuchten noch 5262 Kinder und Jugendliche die damals elf Hauptschulen im Kreis. Im vergangenen Schuljahr gab es nur 2292 Schüler an acht Hauptschulen. Auch bei den Grundschulen ist der Rückgang deutlich: Vor zehn Jahren besuchten noch 12 044 Kinder 59 Grundschulen, im vergangenen Schuljahr gab es noch 9026 Kinder an 50 Grundschulen. Eine weitere Grundschule, die in jedem Fall wegfallen wird, ist die in Keyenberg. Wenn die Bewohner des Ortes wegen des Braunkohletagebaus umsiedeln, wird sie nicht neu aufgebaut.

Immer mehr Schüler besuchen dagegen Gesamtschulen. Vor zehn Jahren gab es im Kreis noch 2960 Schüler an drei Gesamtschulen. Im vergangenen Schuljahr waren es 3832 Schüler an fünf Gesamtschulen. In diesem Schuljahr kommt noch eine weitere Gesamtschule hinzu: Am Donnerstag eröffnet eine Gesamtschule in Oberbruch. 122 Schüler haben sich für die vier fünften Klassen angemeldet. Der Grund, aus dem die Schule eingerichtet wird: Die Hauptschule wird bei Eltern und Schülern immer unbeliebter. Die Stadt versuchte zunächst eine Sekundarschule einzurichten. Allerdings kam man nicht auf die geforderten 75 Anmeldungen. Plan B: eine Gesamtschule. Deshalb laufen die Hauptschule und die Realschule in Oberbruch nun sukzessive aus. Und die Gesamtschule bietet eine Alternative zur Oberstufe am Gymnasium.

Ob die Hauptschule in Heinsberg erhalten werden kann, ist offen. Im vergangenen und für das kommende Schuljahr gibt es dort keine Eingangsklassen. Seit dem vergangenen Schuljahr gibt es in Haaren die einzige Sekundarschule im Kreis Heinsberg. Sie ist aus der Verbundschule aus Haupt- und Realschule hervorgegangen. Im vergangenen Jahr gab es dort 75 Anmeldungen, für das kommende Schuljahr sind es 60.

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