Kreis Heinsberg - IHK: Skepsis bei den Unternehmen im Kreis Heinsberg

IHK: Skepsis bei den Unternehmen im Kreis Heinsberg

Von: disch
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Er ist der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Aachen: Jürgen Drewes. Foto: IHK

Kreis Heinsberg. „Die Unternehmen im Kreis Heinsberg melden überwiegend wieder eine positive Geschäftslage. Gut geht es insbesondere dem Einzelhandel und dem Baugewerbe, aber auch die Industrie berichtet von einer verbesserten Lage. Anders sieht es dagegen bei den Geschäftserwartungen aus. Hier ist die Wirtschaft mehrheitlich skeptisch, ganz im Gegensatz zu den Firmen in den sonstigen Teilen des Kammerbezirks”, sagte Jürgen Drewes.

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen erklärte dies auf Nachfrage am Freitag zu den speziellen Kreis Heinsberger Werten im Rahmen der IHK-Konjunkturumfrage. Schaue man sich die Zahlen im Detail an, so falle auf, dass vor allem im Großhandel und im Baugewerbe die Erwartungen negativ seien, so Drewes weiter. Die Gründe dafür seien vielfältig.

Drewes nannte Sorgen im Baugewerbe mit Blick auf die Zeit nach Auslaufen des Konjunkturpaketes II: Der private Wohnungsbau liege seit Wegfall der Eigenheimzulage darnieder, der gewerbliche Bau stehe wegen der Krise weitgehend still. „Die sich abzeichnende Konjunkturerholung weckt aber die Hoffnung, dass zurückgestellte Bauinvestitionen noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden”, so Drewes.

Im Kreis Heinsberg melden laut IHK-Konjunkturumfrage 24 Prozent der Unternehmen eine gute Geschäftslage, 17 Prozent eine schlechte - ein Saldo von plus sieben. Gut geht es vor allem Einzelhandel (Saldo: plus 50) und Baugewerbe (Saldo: plus 31). Die Industrie meldet mit einem Saldo von plus 13 eine verbesserte Lage. Negative Werte gibt es hingegen im Großhandel (minus sechs) und bei Dienstleistungen (minus 20).

Die Aussichten haben sich verschlechtert. 30 Prozent der Unternehmen prognostizieren für 2010 eine Verbesserung, 37 Prozent eine Verschlechterung. Mit einem negativen Saldo von minus sieben sind die Geschäftserwartungen im Kreis Heinberg die geringsten im gesamten Kammerbezirk. Am zuversichtlichsten ist noch der Einzelhandel (Saldo: plus 7). Besonders negativ sind mit einem Saldo von minus 57 die Aussichten im Großhandel.

24 Prozent der Unternehmen berichten von einer positiven Entwicklung der Ertragslage in den letzten sechs Monaten, 35 Prozent von einer negativen. 16 Prozent haben steigende Investitionsplanungen für 2010, 19Prozent fallende. Mit Blick auf die Beschäftigtenzahlen rechnen acht Prozent der Unternehmen mit Wachstum in diesem Jahr, 32Prozent hingegen mit einem Abbau von Arbeitsplätzen.
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