Kreis Heinsberg - Hohe Integrationsquote: Das Jobcenter ist „ein bisschen stolz“

Hohe Integrationsquote: Das Jobcenter ist „ein bisschen stolz“

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Das von Kreis und Agentur für Arbeit gemeinsam getragene Jobcenter Kreis Heinsberg, das für die Gewährung von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II zuständig ist und Leistungsberechtigte wieder in den Arbeitsmarkt eingliedern soll, ist „ein bisschen stolz“ darauf, alle für das Jahr 2013 vereinbarten Ziele erreicht zu haben.

Dies sei lediglich zwei Jobcentern in Nordrhein-Westfalen (Soest und Heinsberg) gelungen, berichtete Geschäftsführer Helmut Nobis im Ausschuss für Gesundheit und Soziales.

Stolz ist der Geschäftsführer vor allem auf die im vergangenen Jahr noch einmal leicht gesteigerte Integrationsquote von deutlich über 25 Prozent (­gemessen an der Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten). Diese Quote, die höher ist als in den Nachbarregionen, wurde mit 3196 Integrationen in Ausbildung und Beschäftigung erreicht. Zusätzlich sind zahlreiche Arbeitsaufnahmen in geringfügige Beschäftigung (Minijobs) erfolgt. Gezählt wurden 2164 Eintritte in arbeitsmarktliche Maßnahmen.

Im Jahresdurchschnitt wurden für rund 18.000 Leistungsberechtigte in über 8800 sogenannten Bedarfsgemeinschaften Leistungen in einer Gesamthöhe von 93,14 Millionen Euro im Zeitraum von November 2012 bis Oktober 2013 gewährt. Davon entfielen 54,31 Millionen Euro auf Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Mehrbedarfe und Sozialversicherungsbeiträge und 38,83 Millionen Euro auf Kosten der Unterkunft sowie einmalige Kosten und Leistungen. Im Schnitt sind die monatlichen Kosten der Unterkunft pro Bedarfsgemeinschaft von 312,87 Euro im Jahr 2007 auf 368,51 Euro im Jahr 2013 angestiegen.

Für die Eingliederung in Arbeit wurden für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen rund 6,2 Millionen Euro investiert. Die Verwaltungsausgaben lagen bei rund 13,9 Millionen Euro.

Beim Blick auf die regionalen Arbeitsmarkterwartungen im Kreis Heinsberg geht das Jobcenter davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im SGB-II-Bereich voraussichtlich in geringem Umfang abnehmen wird. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wird nach den Prognosen geringfügig steigen, was sich aber nicht merklich auf den SGB-II-Bereich auswirken dürfte.

Unter den 12 469 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sind 6794 Frauen und 5675 Männer, 1973 Alleinerziehende, 3181 Personen über 50 Jahre und 2616 Personen unter 25 Jahre. Zum Jahresende gab es 5761 arbeitslos gemeldete SGB-II-Empfänger; davon 3819 ohne abgeschlossene Ausbildung. Nobis betonte die Einschätzung des Jobcenters, dass nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt nur durch gute Weiter- und Fortbildung gelingen könne.

„Der Arbeitsmarkt brummt“, aber viele Kunden des Jobcenters könnten aufgrund fehlender Qualifikationen nicht daran teilhaben. So setzt das Jobcenter auf verschiedene Projekte, zu denen auch das ­„Coaching Center“ gehört; mit ihm soll vor allem Neukunden unter 25, Alleinerziehenden sowie Kunden vor Übertritt in den Langfristleistungsbezug eine besonders intensive Betreuung zuteilwerden.

Das Jobcenter Kreis Heinsberg befindet sich derzeit in einer Phase der „Zentrierung“. Ende des Jahres soll es kreisweit nur noch vier Standorte geben: in Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg und ­Hückelhoven.

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