Sittard / Selfkant - Hochklassiger Radrennsport gleich nebenan

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Hochklassiger Radrennsport gleich nebenan

Von: disch
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2012 machte die Eneco-Tour letztmals ein Gastspiel im Selfkant: Damals stand ein Mannschaftszeitfahren auf dem Programm, das auch über den berüchtigten Anstieg in Hillensberg führte. Foto: agsb

Sittard / Selfkant. Wenn am Sonntag die Eneco-Tour ihr Finale in Niederländisch-Limburg feiert, dann – so hoffen die Stichting (Stiftung) Wielerpromotion und die Gemeinde Sittard-Geleen – dürften auch wieder viele Fans aus Deutschland die Chance nutzen, gleich hinter der Grenze hochklassigen Radrennsport zu erleben.

Im Herzen von Sittard – auf der Engelen­kampstraat – befindet sich die Ziellinie der 183,4 Kilometer langen siebten und letzten Etappe der Eneco-Tour 2014. In Sittard und Umgebung werden die Asse am Sonntag ab 15 Uhr gleich mehrfach in Aktion zu sehen sein, denn sie müssen nach der ersten Zielpassage (gegen 15.15 Uhr) noch zwei 24,2 Kilometer lange Runden via Windraak, Puth, Schinnen und Munster­geleen absolvieren. So wird erst nach der dritten Fahrt über die Ziellinie der Sieger feststehen. Mit der Ankunft wird gegen 16.15 Uhr gerechnet.

Erinnerungen im Selfkant

Sittard-Geleen ist im 13. Jahr in Folge Schauplatz einer Eneco-Tour-Etappe. „Dies ist für uns ein besonderes Ereignis, zumal es die Schlussetappe ist“, erklärte Bert van Soest von der Wielerpromotion. Auch die deutsche Nachbargemeinde Selfkant war in der Vergangenheit oft auf dem Streckenplan dieses World-Tour-Rennens zu finden, vor allem Hillensberg mit dem gefürchteten Anstieg auf der Bergstraße; so auch beim Einzelzeitfahren 2007 und beim Mannschaftszeitfahren 2012.

„Da war immer eine Riesenstimmung“, erinnert sich Bert van Soest gerne an die Fahrten durch Hillensberg zurück. Doch anstehende, wenn auch letztlich dann doch verzögerte und noch ausstehende Arbeiten im Zuge von Straßensanierung und Kanalbau hatten sowohl 2013 als auch 2014 keine Chance eröffnet, Hillensberg bei der Planung der Eneco-Tour zu berücksichtigen. Grundsätzlich, dies bestätigte Bürgermeister Herbert Corsten am Freitag auf Anfrage noch einmal, sei die Gemeinde aber weiterhin offen für dieses Event.

Mit Blick auf die Eneco-Tour 2014 rechnet Bert van Soest damit, dass angesichts der knappen Zeitabstände die Entscheidung über den Gesamtsieger erst am Sonntag fallen dürfte. Die Zwei-Länder-Rundfahrt hatte am vergangenen Montag im niederländischen Terneuzen begonnen. Am Freitag stand eine 162,5 Kilometer lange Etappe mit Start und Ziel im belgischen Geraardsbergen auf dem Programm; Etappensieger wurde der Belgier Greg van Avermaet vom BMC Racing Team. An diesem Samstag rollt das Feld nun über 173,9 Kilometer vom niederländischen Heerlen ins belgische Aywaille, ehe am Sonntag die Schlussetappe im belgischen Riemst gestartet wird.

Hoffnungsträger Tom Dumoulin

Die besonderen Hoffnungen von Bert van Soest ruhen auf Tom Dumoulin, stammt der Spitzenfahrer aus dem Team ­Giant-Shimano doch aus Maastricht, ist also auch ein Limburger. Am Mittwoch hatte er das 9,6 Kilometer lange Einzelzeitfahren in Breda mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Fabian Cancellera (Trek Factory Racing) gewonnen. Und am Freitag übernahm Dumoulin, der als Zweiter das Etappenziel erreichte, sogar die Führung in der Gesamtwertung.

Er liegt zwei Sekunden vor dem Niederländer Lars Boom (Belkin Procycling Team) und elf Sekunden vor dem Italiener Manuel Quinziato (BMC Racing Team). Die Übernahme der Führung war eigentlich gar nicht die Absicht von Dumoulin gewesen, wie er nach der Freitag-Etappe sagte. Denn nun müsse sein Team das Feld kontrollieren. Van Soest hatte schon am Tag zuvor seine Wunschvorstellung für Sonntagnachmittag verraten: Dumoulin möge auf der letzten Runde in und um Sittard erfolgreich ausreißen und einen so großen Vorsprung herausfahren kann, dass er sich im Ziel als Gesamtsieger feiern lassen darf.

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