Kreis Heinsberg - Hinter die Kulissen von AGC Glass Germany geblickt

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Hinter die Kulissen von AGC Glass Germany geblickt

Von: disch
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Ein Produkt aus der vielfältigen Palette von Autoscheiben, die AGC Glass Germany in Wildenrath veredelt: ­Entwicklungsleiter Christoph Remberg (r.) erklärte den Besuchern die Details. Fotos (3): Koenigs Foto: Koenigs
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Auch ein Besuch im fast 4000 Quadratmeter großen Lager fehlte nicht beim Rundgang: AGC-Logistikleiter Udo Graus (rechts) erläuterte den Gästen die Abläufe in diesem Teil des Unternehmensstandortes. Foto: Koenigs
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Der Gastgeber: Werksleiter Marek Borgstedt stellte den Gästen AGC Glass Germany in Wildenrath vor.

Kreis Heinsberg. Jedes vierte Auto in Deutschland ist mit Glasscheiben von AGC Glass unterwegs. Und ein wichtiges Werk in der Struktur des Weltkonzerns, dessen Fäden in Japans Hauptstadt Tokio zusammenlaufen, ist in Wegberg-Wildenrath zu finden. Im Rahmen des Standortmarketings „Spitze im Westen“ hatten Leser unserer Zeitung beim Aboplus-Programm die Chance, hinter die Kulissen von AGC Glass Germany zu schauen.

1,2 Millionen Autoscheiben werden dort jährlich veredelt. Tendenz: steigend. Schließlich wird bis 2017 die Zahl von zwei Millionen Scheiben angestrebt. „Wir wollen kontinuierlich weiter wachsen“, sagte Werksleiter Marek Borgstedt , der gemeinsam mit Christoph Remberg, Jan Houben und Udo Graus aus seiner Führungsmannschaft das Unternehmen vorstellte. Borgstedt berichtete vom Konkurrenzkampf auf dem Markt, aber auch zwischen den einzelnen AGC-Werken um die Projekte und konnte als aktuelle neue Aufträge Frontscheiben für den VW Sportsvan und den Opel Adam sowie die Heckscheiben für die C-Klasse von Mercedes in den Blickpunkt rücken. Auf Preis und Qualität, aber auch auf Lieferleistungen komme es an.

Die Standortlage in Wildenrath – „in der Mitte von all unseren Kunden“ – bezeichnete er als günstig. Auch die Logistik ist sehr wichtig, für Fahrzeughersteller und Zulieferer, geht es doch um Lieferungen „just in time“, also absolut pünktlich. Denn ein Stillstand der Bänder im Automobilwerk würde schon nach fünf Sekunden im Falle eines Verschuldens Regressansprüche nach sich ziehen. Die Leserfrage, ob dies nicht ein „Ritt auf der Rasierklinge“ sei, wurde aus der AGC-Führung so beantwortet: „Das ist eine schöne Herausforderung!“

In Wildenrath werden die Autoscheiben speziell auf die Kundenwünsche angepasst, ob nun Kamerahalterungen, Zier- und Dichtleisten oder Heizfeldanschlüsse anzubringen sind. Die Arbeiten auf den zehn Produktionslinien laufen halb­automatisch: Mensch und Maschine sind gefordert – und dabei geht es zum Teil um minimale Toleranzen von 0,25 Millimetern.

Bei den ­Arbeiten konnten die Besucher AGC-Mitarbeitern über die Schulter schauen. Auch das fast 4000 Quadratmeter große Lager wurde in Augenschein genommen. Von dort aus treten die konfektionierten Scheiben nach wenigen Tagen die Reise zum Automobilwerk an. Eile ist geboten. Wegen der Fristen. Aber auch weil Scheiben „wie Gemüse“ seien, so wurde scherzhaft formuliert. Sie müssen spätestens nach zwölf Wochen eingebaut sein, damit der von AGC aufgebrachte Haftvermittler und der im Automobilwerk verwendete Kleber die optimale Verbindung eingehen können.

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