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Herbstkonzert: Chorgesang in seiner ganzen Vielfalt

Von: Utz Schäzle
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Die charmante Sopranistin Annemarie Vergoossen begeisterte beim Herbstkonzert des Männergesangvereins St. Josef Höngen in der Nikolauskirche Millen. Foto: Utz Schäzle

Selfkant-Millen. In der Nikolauskirche Millen gastierte der Männergesangverein St. Josef Höngen unter der Leitung von Marc Kalkhoven zu seinem diesjährigen traditionellen Herbstkonzert.

Der Meisterchor gilt als hochqualifizierter Klangkörper, der unter den Männerchören der Region Maßstäbe gesetzt hat. Mit seinen Konzerten bereichert der Chor das musikalische Leben im Selfkant und ist darüber hinaus ein gefragter Sympathieträger aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet.

Weiche Tongebung

Passend zur Jahreszeit, und dem „Konzertsaal“ angepasst, hatte der Chor eher ruhige Lieder für das Herbstkonzert ausgesucht. Bei all seinen Darbietungen gefiel der in den Stimmen gut besetzte MGV St. Josef Höngen durch seine weiche Tongebung, der hervorragenden Stimmbildung, der Akkuratesse in der Sprache und durch die dynamische Gestaltung.

Klassischer Chorgesang in seiner ganzen Vielfalt haben die Höngener Sänger dem Publikum geboten, das zahlreich in die Nikolauskirche nach Millen gekommen war. Der Moderator des Abends, der Vorsitzende des MGV Höngen, Gerd Passen, führte gekonnt durch das Programm, und es gelang ihm, die Werke anschaulich zu erläutern und so die Übergänge kurzweilig zu gestalten.

Gefühlvolle Lieder

Zunächst standen gefühlvolle Lieder wie „Das Morgenrot“ von Robert Pracht, „Frieden“ von Gotthilf Fischer, und das „Gaude Mater Polonia“ von G.G.Gorczycki im Vordergrund.

Danach kamen einige klassische Opernchöre zu Gehör. So der Chor der Mönche aus der Oper „La forza die destino“ von Giuseppe Verdi, der Abendchor aus der Oper „Das Nachtlager von Granada“ von Konradin Kreutzer, sowie der Chor der Landleute aus der Oper „Die verkaufte Braut“ von Friedrich Smetana. Klassisches Liedgut wie „Mala Mola“ oder „Wolga“ wurde ebenso gesungen, wie einen Chorsatz von Camille Saint-Saens das „Tollite Hostias“, mit gefühlvoller Klavierbegleitung von Jeanny Vergoossen.

Ein ganz besonderer Höhepunkt des Herbstkonzertes war der Auftritt der charmanten Sopranistin Annemarie Vergoossen, die das Publikum mit ihren Solovorträgen – dem „O Salutaris hostia“ aus Petite Messe Solennelle von Gioacchino Rossini, das „Morgen“ von Richard Strauss und das „Si, mi chiamo Mimi“ aus La Boheme von Giacomo Puccini – in ihren Bann zog und durch ihren ausdruckstarken, klaren Sopran restlos überzeugte. Brillant gefühlvoll und einfühlsam begleitete Jeanny Vergoossen am Klavier.

Im zweiten Teil des Konzertes beeindruckte der MGV Höngen mit weichem, ausdrucksvollem Gesang bei stillen, ruhigen und melodischen Liedern von Franz Schubert, dem „Abendrot“ und „Die Nacht“. Mit hervorragender Klavierbegleitung erklangen „Widerspruch“ und „Der Gondelfahrer“. Sehr sauber beschwingt, schwebend und dynamisch ausgereift folgten dann noch zwei Volkslieder von Kurt Lissmann – „Die Birke“ und „Wenn alle Brünnlein fließen“.

Mit seinen Liedvorträgen begeisterte der Männergesangverein St. Josef Höngen das fachkundige Publikum und stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass klassisches deutsches Liedgut, von einem großen Männerchor hervorragend interpretiert, nach wie vor großen Zuspruch erfährt.

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