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Heinsberger Schweinetag: Ferkelzahlen steigen

Von: defi
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Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger (3.v.l.) und der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Schweinezucht, Hans-Josef Bürsgens (2.v.l.), hatten kompetente Referenten eingeladen. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Sehr gut besucht war mit über 100 Teilnehmern die Veranstaltung „Heinsberger Schweinetag & Forum 2011” am gestrigen Mittwoch in der Festhalle Oberbruch. Für alle, die sich für Schweineproduktion und Schweinemast interessieren, hatte der Verein zur Förderung der Schweineproduktion für den Kreis Heinsberg ein interessantes Programm zusammen gestellt.

Der Vereinsvorsitzende Hans-Josef Bürsgens freute sich über den deutlich über den Vorjahren liegenden Besucherzuspruch. Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger ging davon aus, dass auch der aktuelle Dioxin-Skandal für das große Interesse an dieser Veranstaltung verantwortlich war. „Die Schweinezucht ist zurzeit eingebrochen”, so Franz-Josef Jaeger, „die Landwirte wollen hören, wie es weitergeht.”

Sechs Referenten hatte der Verein zur Förderung der Schweinezucht eingeladen, die zu verschiedenen Themen rund ums Schwein Stellung nahmen. Klemens Schulz vom Zentralverband der Deutschen Schweinezucht bemerkte in Bezug auf die aktuelle Situation, dass die Tierhalter mit einer emotional geprägten Tierschutzdiskussion konfrontiert würden, die die Akzeptanz der tierischen Produkte und die Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland gefährde. Die deutsche Tierschutznutztierhaltungsverordnung übertreffe die Vorgaben der EU in vielen Punkten.

Und Schulz befürchtete, dass die Produktion in Zukunft immer mehr in die Nachbarländer abwandern werde. Über die Möglichkeiten der Schweinemast informierte Christian Nutt vom Erzeugerring Westfalen. Er ging ebenso auf die Kleingruppenhaltung mit zehn Tieren ein wie auf die Großgruppe mit bis zu 500 Tieren in einer Bucht.

Dr. Heinrich Wilkes, Tierarzt aus Reken, informierte die Teilnehmer des Schweinetags darüber, wie die Bestände in schweinedichten Regionen gesund gehalten werden können; auch im Hinblick auf die Antibiotikadiskussion, die zum Umdenken zwinge.

Über die Änderungen der Abrechnung bei den Schlachtbetrieben sprach Kerstin Burbank von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands.Herbert Heger von Boehringer Ingelheim machte deutlich, das richtig erkannte Organbefunde auch Aufschluss geben können über den Verlauf der Aufzucht- und Mastperiode. Der Trend zu höheren Ferkelzahlen hält weiter an. Und es gibt nach wie vor deutliche Leistungsreserven in der Abferkelrate.

Johannes Hilgers aus Euskirchen zeigte anhand von Praxisbeispielen auf, wie die Abferkelrate verbessert und das Einkommen des Tierhalters erhöht werden kann. Zurzeit werden im Kreis Heinsberg 42192 Schweine in 142 Betrieben gehalten, davon sind 3851 Zuchtschweine in 48 Zuchtbetrieben.
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