Heinsberg - Heinsberger Krankenhaus ermöglicht Wiedereinstieg in den Beruf

Heinsberger Krankenhaus ermöglicht Wiedereinstieg in den Beruf

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Krankenpflegehelferin Olga Stein demonstriert unter den sachkundigen Augen von Pflegedienstleiter Hans-Josef Jöris, wie die Bettenaufbereitung zu erfolgen hat. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Nein, mit simplem „Putzlappenschwingen” habe die Reinigung der Klinikbetten wahrlich nichts zu tun, erläutert Pflegedienstleiter Hans-Josef Jöris. Und wer die Arbeitsanweisung für das „Vorgehen bei der dezentralen, manuellen Bettenaufbereitung” erst einmal in Händen hält, hegt daran keinen Zweifel mehr.

Stolze 17 Schritte werden hier aufgelistet, ergänzt durch besondere Hinweise, die in bestimmten Phasen der Säuberung und Desinfektion zu beachten sind. „Wir haben ein Projekt entwickelt mit einer Aufgabenstellung, durch die wir eine große Gruppe Menschen ansprechen können”, erklärt der Geschäftsführer des Heinsberger Krankenhauses, Heinz-Gerd Schröders.

Mit dieser Idee tritt die Heinsberger Klinik quasi in eine Kooperation mit dem Arbeitgeber-Service von Arge und Arbeitsagentur für den Kreis Heinsberg. Eine zweijährige Fördermaßnahme, bei der drei Frauen aus dem „SGB II-Bereich”, also Langzeitarbeitslose und Hartz IV-Empfängerinnen, im Krankenhaus beschäftigt waren, geht zum 31. März zu Ende. Doch schon zum 1. April stehen die nächsten Damen in den Startlöchern.

„Wir pflegen einen guten Kontakt zur Arbeitsagentur”, sagt Personalleiter und Prokurist Hans-Willi Jäger. „Wir wenden uns grundsätzlich bei den meisten zu besetzenden Stellen an die Arbeitsagentur und haben damit gute Erfahrungen gemacht.” Egal ob es sich um Handwerker, Hilfen im Küchen- und Sozialbereich oder Arzthelferinnen handele.

Der besondere Reiz für den Arbeitgeber liegt unter anderem natürlich in der finanziellen Förderung. In der jetzt bald abgeschlossenen Maßnahme lag dieser ein Kombi-Lohn-Modell zu Grunde, bei dem 50 Prozent des Gehaltes gefördert wurden. „Bei dem neuen Modell richtet sich die Förderung nach der Schwere der Vermittlung. Da kann jemand sechs Monate mit nur 30 Prozent gefördert werden oder zwölf Monate mit 40 Prozent”, beschreibt Personalchef Jäger die Modalitäten.

Bislang war die Aufbereitung der Betten eine Aufgabe des Pflegepersonals. Das Projekt soll hier die Arbeitsbelastung entzerren. „Ziel ist”, sagt Schröders, „den Schwestern für die hochwertigen Pflegeleistungen Freiräume zu verschaffen. Das Projekt hat sich aus unserer Sicht bewährt, und wir sind bemüht, in diesem Bereich Langzeitarbeitslosen einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Es gab immer wieder Leute, die so die Gelegenheit beim Schopf gepackt haben und sich in eine Langzeitbeschäftigung hineinarbeiteten.”
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