Heinsberger City: Verkehrsführung kritisiert

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
Rund 80 Teilnehmer waren der E
Rund 80 Teilnehmer waren der Einladung des Gewerbe- und Verkehrsvereins zum ersten Runden Tisch in die Stadthalle gefolgt. Foto: Thomas

Heinsberg. Die aktuelle Verkehrsführung in der City, die Parksituation, der Neubau von Gewerbeimmobilien, eine verbesserte Information über Handel und Gewerbe sowie die Anbindung von Randbereichen wie etwa der oberen Hochstraße oder der Patersgasse an die Innenstadt. Dies sind die wesentlichen Themen, mit denen sich ein neuer Arbeitskreis des Gewerbe- und Verkehrsvereins (G&V) befassen wird.

Gegründet wurde er im Rahmen eines Gesprächs am sogenannten Runden Tisch, zu dem der G&V Immobilienbesitzer und Mieter an der Liecker und an der Stiftsstraße, an der Kloster- und Patersgasse sowie an der Apfelstraße und aus der Oberstadt rund um den Torbogen eingeladen hatte.

„Es soll um die Strukturen, das Erscheinungsbild und letztlich um die Belebung der betroffenen Bereiche gehen”, hatte Vorstandsvorsitzender Peter Gering das Anliegen in seinem Brief formuliert. Rund 80 Teilnehmer folgten der Einladung zur Veranstaltung in die Stadthalle, die nur einen einzigen Tagesordnungspunkt hatte: „Attraktivitätssteigerung Randbereiche der City”, von Gering kurz als „City-Initiative” bezeichnet. Mit am Tisch des Vorstands saß auch Bürgermeister Wolfgang Dieder, der über die aktuellen Planungen der Stadt informierte und sich über zwei Stunden aktiv in die Diskussion einbrachte.

Gering stellte zunächst zwei Projekte vor, für die er kurzfristig Realisierungsmöglichkeiten sieht: eine Beschilderung der Innenstadt und eine Informationsbroschüre - auch über Einzelhandel und Gewerbe in der City - nach dem Vorbild einer City-Broschüre, wie sie im niederländischen Roermond erhältlich ist. Thomas Back von der Raiffeisenbank Heinsberg ging noch einen Schritt weiter und schlug ein Internetportal „Einkaufsstadt Heinsberg” vor, das dann von Besuchern vor Ort auch in Form sogenannter Internetsäulen genutzt werden könne, mit dem Vorteil stets aktueller Informationen.

„Wir haben eine funktionierende Innenstadt”, erklärte Dieder auf die Frage nach vorhandenen Neubauplanungen, „und wir haben derzeit eher ein Parkplatz- als ein Geschäftsproblem”. So lange ihm speziell mit Blick für die Baupläne auf dem bestehenden Parkplatz an der Ostpromenade kein Investor ein schlüssiges Konzept vorlege, dass auch die Parkplatzfrage löse, bleibe alles so wie es sei. „Ich muss mir hier keine Störung reinholen, nicht freiwillig!”

Einzelhändlern, die während der Veranstaltung aktuell Umsatzrückgänge in ihren Geschäften beklagten und diese unter anderem auf eine Verlagerung nach Hückelhoven mit freien Parkplätzen zurückführten, erklärte Gering, dass man wohl kaum „Äpfel mit Birnen vergleichen” könne. Hückelhoven habe auf großen Freiflächen riesige Parkplätze anlegen können. „Die haben wir nicht!”

„Heinsberg findet derzeit auf 150 Metern statt!”, monierte Paul Josef Schmitz, wenn er auch die aktuelle Ansiedlung großer Marken an der Hochstraße lobte. Wo man dann beim eigentlichen Thema des Abends angekommen war. Schmitz fand Zustimmung für seine Anregung, in diesem Zusammenhang die Verkehrsführung durch die Innenstadt noch einmal zu überdenken. Dabei war er sich mit allen Anwesenden einig, dass gerade diese Thematik sehr sensibel sei. Es sei sicherlich schwierig, eine Lösung zu finden, die alle zufriedenstelle, so die einhellige Meinung. Beate Königs bemerkte, dass mittels Navigationsgerät anreisende Besucher ihr Kunstatelier an der oberen Hochstraße zum Beispiel nie finden würden. Grund dafür sei die derzeitige Unterbrechung der Hochstraße für den motorisierten Verkehr durch das kurze, als Fußgängerzone ausgewiesene Straßenstück.

Thorsten Schmitz sprach für die Anlieger der Patersgasse den Wunsch nach einer verbesserten Beleuchtung aus. Ludwig Stolz wünschte sich, dass auf der Klostergasse, dem „historischen Herzen von Heinsberg”, etwas mehr passiere. Ein weiterer Geschäftsmann aus der Patersgasse versuchte die Diskussion auf den Punkt zu bringen mit der Bemerkung: „Es kann auch mal etwas auf dem Marktplatz stattfinden!” Zugleich lobte er jedoch die ersten Veranstaltungen auf dem Rathausplatz, mit der Eisbahn im vergangenen und dem Public Viewing in diesem Jahr.

Insgesamt zwölf Teilnehmer der Gesprächsrunde fanden sich schließlich bereit zur Mitarbeit in einem Arbeitskreis, der sich bereits in zwei Wochen treffen und dann in kleineren Gruppen die aufgelisteten Themenbereiche weiter diskutieren soll. Anfang des kommenden Jahres will der Vorstand erneut zu einem Runden Tisch einladen, um die ersten Ergebnisse der Arbeit zu präsentieren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert