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Heimatkalender: Kultur, Volkskunde und Natur

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Neu ist die Titelbildserie des Heimatkalenders: Nach den Verkehrswegen und den Gewässern widmet sich Fotograf Ulrich Hollwitz nun den Ansichten „von oben“. Dabei nutzt er nicht die Drohnentechnik, sondern sucht bestehende erhöhte Punkte aus. Für das Titelbild 2017 ist er auf den Turm von St. Lambertus in Erkelenz geklettert.

Kreis Heinsberg. Auf 248 Seiten bietet der Heimatkalender des Kreises Heinsberg für das Jahr 2017 wieder einen interessanten Querschnitt historischer, kultureller, volkskundlicher und naturwissenschaftlicher Themen, ergänzt durch zahlreiche immer wiederkehrende Rubriken. Dabei gibt es direkt am Anfang eine Änderung.

Das seit vielen Jahren von Hans J. Limburg erstellte Kalendarium erscheint nunmehr im verkürzten und neuen Gewand. „In den 1920er-Jahren wurde das Kalendarium erstmals im Heimatkalender veröffentlicht, vor allem mit dem Grund, die Namenstage der vielen christlich-katholischen Heiligen zu erfassen, ergänzt um die vielen Kirmes- und Wallfahrtstermine im Land an Rur und Wurm.

Doch sowohl die Kirmesfeiern, Wallfahrten wie auch die Namenstage haben an Bedeutung im täglichen Leben verloren“, erklärte der Kreis. So beginnt der Heimatkalender 2017 erstmals mit den „Kalender-Notizen“ von Hans J. Limburg und Richard Jochims. Ein wesentlicher Bestandteil sind dabei besondere Jahrestage. Die Heimatkalender-Redaktion plant für die kommenden Jahre, sich verstärkt um Brauchtumsthemen zu kümmern, sodass Themen wie Kirmes, Namenstage und Wallfahrten nicht ganz ad acta gelegt werden.

Die Redaktion mit Richard Jochims, Anja Mülders und Michael Straube hat dank der Beiträge vieler Autoren einen bunten Themenstrauß zusammengestellt.

Markus Westphal befasst sich sehr umfassend mit neuen Erkenntnissen zu den Landwehren im Kreis Heinsberg. Solche Wall-Graben-Anlagen gibt es an mehreren Stellen und werden von ihm eingehend beschrieben und erklärt. Um „unruhige Zeiten in Hilfarth“ geht es im Artikel von Helmut Henßen, der die Aufteilung und Rodung des Kapbusches untersucht. Der ­langjährige Heimatkalender-Autor Guus Janssen wirft einen Blick in das 18. Jahrhundert und beleuchtet die Umstände der Verbannung des Heinsberger Minoriten Cronenberg im Jahr 1746. Eine Bestandsaufnahme der Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Randerath unternimmt Johannes Maximilian Nießen.

Um ein prominentes Mitglied der ehemaligen jüdischen Gemeinde Geilenkirchen geht es im Artikel von Christoph Nohn. Er stellt Salomon Frenkel vor. Der Ordensgeistliche Pater Hubert Hansen aus Wehr, der auch als Kartograph tätig war, steht im Mittelpunkt eines Beitrags von Peter H. Meurer. Der Kunsthistoriker Wolfgang Cortjaens widmet sich dem Porträt- und Historienmaler Mathieu-Joseph Jungbluth aus Heinsberg, einem vergessenen Künstler der Düsseldorfer Malerschule, der im 19. Jahrhundert lebte.

Die Serie über Baudenkmäler im Kreis Heinsberg von Marco Kieser und Jascha Philipp Braun rückt in dieser Ausgabe die Stadt Übach-­Palenberg in den Blickpunkt. Etwas schmerzhaft wird es dann im Artikel von Christoph Steffens. Anhand von historischen Unterlagen beschreibt er die Züchtigungen zu Kaisers Zeiten an der Orsbecker Volksschule.

Der gleiche Autor befasst sich dann noch mit 200 Jahre Orsbecker Wallfahrt. „Unterwegs im Rübenland“ und „Der Kartoffeldämpfer kommt“ sind stark landwirtschaftlich angehauchte Themen, die von Heiner J. Coenen und Karl Beumers aufgegriffen werden. Helmut Frenken beschreibt das Schicksal des Fliegers Hans Mayer, der 1944 mit 21 Jahren in Oberbruch abstürzte und den Tod fand.

Die Anfänge der Großgemeinde Übach-Palenberg von 1944 bis 1946 beschreibt Willi Goertz, während Folkmar Pietsch an die Anfänge des Prüfzentrums für Schienenfahrzeuge in Wildenrath vor 20 Jahren erinnert. Thomas Richter hingegen startet eine Spurensuche in Bezug auf die Glocken der Kapelle zu Vinn. Die Pfarrkirche St. Barbara in Hückelhoven thematisiert Frank Körfer. Michael Straube stellt einen sich ausbreitenden Bewohner des Kreises Heinsberg vor: den Biber, der sich an Rur und Wurm und anderen hiesigen Gewässern inzwischen sehr wohl zu fühlen scheint. Den Abschluss des Heimatkalenders bildet wie immer die Jahreschronik von Ulrich Hollwitz.

Der Heimatkalender ist zum Preis von 4,50 Euro im örtlichen Buchhandel sowie im Bürger-Service-Center des Kreishauses in Heinsberg erhältlich.

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