Kreis Heinsberg - „Hartz Fear TV - Die Jensen Show”

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„Hartz Fear TV - Die Jensen Show”

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„Hartz Fear TV - Die Jensen
„Hartz Fear TV - Die Jensen Show”: Dieses Theaterstück von und mit Langzeitarbeitslosen wird am 18. Mai in Heinsberg zu sehen sein.

Kreis Heinsberg. Briefumschläge segeln auf die Bühne. Zwölf Akteure betreten die Szenerie. Neugierig betrachten sie ihre Post und lesen ungläubig, was dort geschrieben steht: „Es tut es uns leid ihnen mitteilen zu müssen...” Die Kündigung. Die Reaktionen auf die plötzliche Arbeitslosigkeit sind unterschiedlich.

Dargeboten als Monolog, äußern die Laienschauspieler ihre unterschied-lichen Gefühle. Diese reichen von Frustration und Verzweiflung bis zur Sorglosigkeit. Schnell wird klar, dass der gewohnte, hektische Berufsalltag gegen Langeweile eingetauscht und zunehmend das Fernsehen den Tagesablauf bestimmen wird.

Diese ersten zehn Minuten des Theaterstücks „Hartz Fear TV - Die Jensen-Show”, die als Kostprobe im Rahmen der Frühjahrskonferenz der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (DiAG IDA) präsentiert wurde, gab bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das, was die Zuschauer erwartet.

Eine vielseitige Mischung aus selbst geschriebenen Texten, die berührend und persönlich das Schicksal der arbeitslosen Darsteller beschreiben, und Szenen, die tragikomisch mit gängigen Klischees spielen.

Bei den zwölf Akteuren handelt es sich um Langzeitarbeitslose aus den Regionen Heinsberg, Aachen, Krefeld und Düren, die in unterschiedlichen arbeitsmarktorientierten integrierenden Einrichtungen der Caritas begleitet werden. Sie bringen ihre eigene Sichtweise über die Situation ihrer Erwerbslosigkeit, angelehnt an den Roman „Herr Jensen steigt aus” von Jakob Hein, auf die Bühne.

Zu den Darstellern aus Heinsberg gehören Jessica S., Kai-Uwe S., Dennis K. und Stefan M. von der Caritas-Werkstatt Schierwaldenrat. Bereits seit Herbst trifft sich jeweils die Hälfte der Schauspieler zu Proben in Aachen unter der Leitung der Theaterpädagogin Marion Kaeseler (Theaterpädagogik Düren). Analog finden Proben in Krefeld unter der Leitung der Theaterpädagogin Verena Meyer (Theateroffensive Duisburg) statt.

„Selbstbestimmte Teilhabe ist das zentrale Thema der Caritas von 2009 bis 2011”, so Hans Ohlenforst Leiter der Caritas-Werkstatt. Mit der Teilhabeinitiative am Kulturprojekt will die DiAG IDA beitragen, dass alle Menschen gleichberechtigt die Chance haben, ihr Leben mitzugestalten.

Im Anschluss an die Präsentation wurde im Gespräch deutlich, dass die Darsteller den Verlust des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens durch die Arbeitslosigkeit erfahren haben. Demzufolge bedeutet es für sie alle auch eine große Herausforderung, bei dem Theaterprojekt mitzumachen und sich zu öffnen. „Jetzt haben wir wieder einen Sinn und eine Aufgabe, etwas Greifbares im Leben”, so der Tenor. Daher würden sie sich sehr über möglichst viele Zuschauer am 18. Mai in der Heinsberger Stadthalle freuen.

Die Premiere des Theaterstücks „Hartz Fear TV - Die Jensen Show” von und mit Langzeitarbeitslosen ist am Freitag, 6. Mai, um 19.30 Uhr im Theater K an der Ludwigstraße 139 in ­Aachen.

Weitere Vorstellungen sind am Mittwoch, 18. Mai, um 19.30 Uhr in der Stadthalle in Heinsberg an der Apfelstraße 60, am Donnerstag, 19.Mai, um 19.30 Uhr im Haus der Stadt in Düren an der Stefan-Schwer-Straße 4 sowie am Dienstag, 24. Mai, um 19.30 Uhr in der KuFa in Krefeld an der Dießemer Straße 13.

Der Eintritt kostet einen Euro. Um Spenden wird gebeten.
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