Harmonie durch präzises Spiel

Von: Bodo Strickstrock
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Hückelhoven. Schon zum 35. Mal findet in diesem Jahr das Stadtmusikfest statt, und zur Eröffnung der Woche fand wie gewohnt in der Aula ein gemeinsames Konzert von Musikvereinen statt.

Schirmherr Bürgermeister Bernd Jansen bezeichnete das Ereignis als „Zeugnis für das lebendige und kulturelle Leben in der Stadt, bei dem einige Stunden Abstand vom Alltag gewonnen” werden könne. Das Programm ließ keine Wünsche offen.

Nach den Eröffnungsworten des Vorsitzenden des Stadtmusikerbundes, Karl-Heinz Rolfs, der selbst aktiv mit seiner Mandoline mitwirkte, und unter der gekonnten Moderation von Karin und Hermann-Josef Knur machte das Mandolinenorchester Rurperle unter dem Dirigat von Will Cremers den Auftakt mit „One moment in time” von Whitney Houston in einer Bearbeitung von Hans Steigels.

Das Orchester zeigte wie immer mit sehr präzisem Spiel eine geschlossene Leistung, auch wenn beim zweiten Vortrag Abba-Klassiker in der Bearbeitung des Dirigenten für ein Mandolinenorchester ein wenig gewöhnungsbedürftig sind. Gemeinsam mit dem Männergesangverein 1888 Kleingladbach boten die Instrumentalisten und Choristen dann in einem Orchestersatz von H. Jakob den Chorsatz des Chordirektors Otto Groll mit „Raspaschol”, dem getragenen „Herrlicher Baikal”, und der temperamentvollen „Troikafahrt”.

Instrumentalisten und der Chor wirkten erstmals gemeinsam, und es muss anerkennend festgestellt werden, dass bei der Werkauswahl beide Gemeinschaften wunderbar und harmonisch zu einander passten. Das gilt besonders für den Vortrag der „Troikafahrt”. Vorher hatten die Sänger aus Kleingladbach mit ihrem Dirigenten Wilfried Petz das von Ivan Rebroff einst bekannt gemachte Lied „Eine weiße Birke” vorgetragen.

Den zweiten Teil des Abends gestalteten die Blaskapelle Brachelen, der Instrumentalverein Hilfarth und der Musikverein St. Josef Ratheim unter dem Dirigat von Jan Vleugels. Wenn drei Vereine so harmonisch miteinander musizieren, zeigt sich sofort auch die Auffassung des gemeinsamen Dirigenten, der souverän, jedoch unauffällig den Klangkörper leitete.

Die Auswahl war breit gefächert, besonders die als Hymne beginnende Komposition des Japaners Junichi Naito „Under der Flag of Glory”, der Ausflug in die Welt der Indianer mit „Dakota” des 1959 geborenen Niederländers Jacob de Haan, „Alexander” von Vangelis, bei dem im Hintergrund auf der Leinwand ein Filmausschnitt zum Einzug in Babylon ablief, und der „Almshouse Street Blues” des 1951 geborenen Briten Philip Sparke mit einem Saxophonsolo sind erwähnenswert. Beim „Fehrbelliner Reitermarsch” schließlich glaubte man sogar den Rhythmus der Hufgeräusche zu spüren.
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