Handwerk im Kreis Heinsberg ist verhalten optimistisch

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Unsere Mitgliedsunternehmen im Heinsberger Land haben aufgeholt.” Dies sagte Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Aachen, als er am Mittwoch im Geilenkirchener Haus des Handwerks das Kreis Heinsberger Ergebnis der Konjunkturumfrage präsentierte.

80 Prozent der Unternehmen hätten ihre Geschäftsentwicklung in den vergangenen sechs Monaten mit befriedigend (64 Prozent) oder gut (16 Prozent) bewertet, so Barkey. In vielen Fällen sei die eigene Prognose übertroffen worden, denn insgesamt nur 73 Prozent der Betriebsinhaber, die für diese als repräsentativ bezeichnete Umfrage ausgewählt worden seien, hätten im Herbst eine verbesserte oder stabilisierte Geschäftslage erwartet.

Barkey verwies darauf, dass im nördlichsten Kreis des Kammerbezirks eine deutlich bessere Stimmung als in den übrigen Regionen herrsche, in denen der Zufriedenheitsindikator nicht bei 80, sondern nur zwischen 66 und 70 Prozent liege. „Der Kreis Heinsberg liegt ganz klar vorn.”

15 Prozent der Handwerksbetriebe im Kreis konnten laut Umfrage ihre Umsätze in den vergangenen sechs Monaten steigern, bei 41 Prozent blieben sie stabil, 44 Prozent konstatierten Rückgänge. Bei der Auftragslage meldeten 14 Prozent ein Plus, 47 Prozent keine Veränderungen, 39 Prozent ein Minus. Die Beschäftigtenzahl konnte in den Wintermonaten in den meisten Betrieben (78 Prozent) konstant gehalten werden, drei Prozent stellten mehr Personal ein, 19 Prozent bauten Personal ab.

„Das Handwerk im Kreis Heinsberg ist verhalten optimistisch, erwartet aber keinen kräftigen Aufschwung”, stellte Barkey mit Blick auf die Zukunft fest. In der Umfrage waren auch wieder die Erwartungen der Betriebe für die nächsten sechs Monate ermittelt worden. Mit einer gleich guten oder sogar verbesserten Geschäftslage rechnen 70 Prozent der Unternehmen, 30 Prozent befürchten schlechtere Ergebnisse.

„Die Konjunktur im regionalen Handwerk ist nicht rosig, sie bewegt sich auf niedrigem Niveau”, gab der Kammer-Hauptgeschäftsführer zu bedenken. Ein Appell Barkeys ging an die Kommunen. Sie sollten die Gelder aus dem KonjunkturpaketII abrufen und die gelockerten Vergaberichtlinien ausnutzen, sprich das heimische Handwerk mit Aufträgen unterstützen.

In diesem Zusammenhang kritisierte Dr. Michael Vondenhoff, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, die Stadt Heinsberg, die im Fall einer Schulsanierung bei einer beschränkten Ausschreibung auch Firmen aus dem Osten und Süden Deutschlands angeschrieben habe, anstatt diese Ausschreibung auf das Kreisgebiet zu beschränken.
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