„Härtester Cross-Lauf Deutschlands”: Sven Groten geht an seine Grenzen

Von: Pia Wilbrand
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Der 20-jährige Sonderpädagogikstudent Sven Groten geht am Sonntag beim härtesten Crosslauf Deutschlands an den Foto: Wilbrand

Hückelhoven-Millich. 18 Kilometer an einem Stück laufen, erschwert durch sandiges, kiesiges und waldiges Gelände, 28 Hindernisse wie Schlammlöcher, Röhren, sechs Meter hohe Sandhügel, Reifen und ein Netz - wer tut sich freiwillig so etwas an?

Sven Groten aus Millich wird sich am kommenden Sonntag dieser Herausforderung stellen beim „härtesten Cross-Lauf Deutschlands”: dem Fishermans-Friend-Strongman-Run. Das vierte Jahr in Folge findet dieser Lauf bereits statt, dieses Jahr in Weeze.

Schon zehn Tage nach Anmeldebeginn waren bei 14500 unverbindlichen Vorangemeldeten die 8000 Startplätze vergeben, und Sven Groten war einer der „Glücklichen”, die „für Ruhm und Ehre” bis an ihre Grenzen gehen dürfen. „Als Ziel hab ich mir gesetzt, das Ganze in zweieinhalb bis drei Stunden zu schaffen - das wär schon gut für mich”, so der 20-jährige Sonderpädagogikstudent im zweiten Semester.

So wirklich erklären kann er es sich nicht, dass er, wie er sagt, diese „bescheuerte Herausforderung” annimmt; ein Marathon sei ihm momentan zu stumpf, auch wenn er nicht ausschließt, auch an einem solchen einmal teilzunehmen. Seit fast zwei Jahren läuft er regelmäßig, seit zwei Monaten bereitet er sich intensiv auf den Strongman Run vor. „Ich bin dann halt immer etwa zehn Kilometer gelaufen und hab mir alle möglichen Hindernisse selber gesucht. Umgestürtze Bäume und so was.” Auch in der Sandgrube bei Rothenbach oder auf der Halde in Ratheim habe er trainiert.

Und für eine ordentliche Portion Energie standen Kohlenhydrate auf dem Speiseplan. Vor dem „Spinnennetz” habe er am meisten Respekt. „Die Kommentare dazu im Internet von den Läufern aus den letzten Jahren sind da wirklich etwas abschreckend.” Vor allem sei dies das Hindernis, bei dem das höchste Verletzungsrisiko bestünde. Am Sonntag wird Sven Groten mit der Startnummer 8003 um 12 Uhr ins Rennen gehen. Einen Sponsor für sein neues Laufshirt hat der Hobbyläufer sogar auch schon gefunden: die Firma Jansen Akustik und Trockenbau GmbH aus Hilfarth.
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