Gute Verkaufsgespräche wollen gelernt sein

Von: gs
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„Darf es etwas zum Anziehen sein und möchten Sie ein Bügeleisen direkt mit kaufen?“ Diese Frage könnten Fachlehrerin Kathrin Gsell, Bildungsgangleiter Stephan Betz und Bereichsleiterin Claudia Kauenberg (v. l. n. r.) im neu gestalteten Verkaufsraum im Berufskolleg Wirtschaft den Kunden stellen. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. „Wie kann ich Ihnen helfen? Eine Tüte Chips gefällig? Oder darf es ein Bügeleisen sein? Dieses T-Shirt würde Ihnen gut zu Gesicht stehen!“ So oder so ähnlich könnten die Kundengespräche lauten, welche die Schüler im Bildungsgang Einzelhandel am Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen im neu gestalteten Verkaufsraum führen.

Zum Trainieren von Verkaufsgesprächen gibt es seit den Anfängen des Wirtschaftskollegs einen „WVK-Raum“, wobei die Abkürzung für Warenverkaufsraum steht. „Mit dem WVK waren wir in Geilenkirchen damals den anderen Berufskollegs im Umland schon weit voraus“, erinnert sich Bereichsleiterin Claudia Kauenberg. Als die Einzelhandelsklassen noch im alten Gebäude am Weinberg unterrichtet wurden, gab es bereits ein „Geschäft“ mit Waren, das 2006 in das Berufskolleg umzog und jetzt in dem neuen Trakt am Erlenweg untergebracht ist.

Der alte Warenverkaufsraum entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen und musste angepasst werden. Fachlehrerin Kathrin Gsell erarbeitete in Zusammenarbeit mit Claudia Kauenberg ein schlüssiges Konzept, das sich an einen üblichen Verkaufsraum im Einzelhandel orientiert. Nachdem der Plan stand, wurden die Anstreicherarbeiten ausgeführt und Warenträger installiert.

Seit wenigen Tagen ist die Umgestaltung und Modernisierung des Trainingsgeschäftes abgeschlossen, zwischenzeitlich wurden auch die Regale bestückt. Chips, Pasta und Kaffee sind da ebenso zu finden wie Textilien, Lederwaren und Haushaltsgeräte. Die Waren konnten dank großzügiger Sponsoren angeschafft werden, das Ladensortiment ist nun auf einem aktuellen Stand.

In dem Raum lernen die Berufsschüler der Ausbildungsberufe Verkäuferin beziehungsweise Verkäufer sowie Kaufmann beziehungsweise Kauffrau im Einzelhandel, die Waren fachgerecht zu präsentieren sowie Beratungs- und Verkaufsgespräche vor laufender Kamera einzuüben. Die Videoaufnahmen werden gemeinsam ausgewertet, um das Verkaufen zu erlernen und zu verbessern.

Mit 250 Schülerinnen und Schülern ist der Bildungsgang Einzelhandel einer der personenstärksten am Berufskolleg Wirtschaft. Bildungsgangleiter Stephan Betz hieß Schüler und Lehrerkollegium zur „Taufe des Verkaufsraumes“, wie er es ausdrückte, willkommen.

Für das „Geschäft“ galt es im Vorfeld einen ansprechenden Namen zu finden, wobei der siegreichen Klasse ein Preis in Höhe von 50 Euro winkte. Mit ihrem Vorschlag „KaDeBe – Kaufhaus des Berufskollegs Wirtschaft“ heimste die EK 113 den Geldbetrag ein. So waren es auch Schüler der „Gewinnerklasse“, die das Logo über der Eingangstüre des Verkaufsraumes enthüllen durften.

Klassensprecherin Katja Sistenich und Namensideengeber Christoph Mattheis freuten sich mit ihren Schulfreunden und Lehrern über das gelungene Projekt. „In diesem Verkaufsraum lässt es sich viel besser lernen“, so eine der Schülerinnen. Dort könnten nun unterschiedlichste Verkaufssituationen simuliert werden, wobei besonders viel Wert auf die Kundenfreundlichkeit der Auszubildenden gelegt werde. Auch Schulleiterin Gabriele Kaspers war von der neuen Räumlichkeit angetan und schaute sich direkt einmal um.

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