Heinsberg - Gregorianischer Gesang sucht seinesgleichen

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Gregorianischer Gesang sucht seinesgleichen

Von: sche
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Heinsberg. Alle chorischen Kräfte bei einem Konzert einzusetzen, ist eine schwierige Aufgabe - und kann sicher nicht jährlich gemeistert werden.

Nacheinander sangen und musizierten die Choralschola, die Frauenschola, der Jugendchor, der Kinderchor der Junge Chor, der Kirchenchor und als Solisten Angelika Kaminski, Monika Schumacher, Claudia und Sonja Sperath, Theo Boomers und Heinz Kleinen.

Ein Zusatzgewinn waren die Instrumentalisten, voran die Saxophonistin Claudia Meures, die mit oboenähnlichen Weichtönen namentlich den Gesang des Jugendchores umschmeichelte. Andreas Jütten, Querflöte, eine Art Allzweckwaffe bei der allgemeinen Kirchenmusik, Juana Jordan, Cello, Christoph Daniels, Klarinette, Sara Philippen und Wilfried Kleinen, Klavier. Trotz dieser dauernden Wechsel verlief das Konzert reibungslos vor einem großen Publikum, das alle Bänke besetzt hatte.

Der Verzicht auf Zwischenapplaus brachte Ruhe und Besinnung. Es erscheint fraglich, ob so viele Textbeiträge erforderlich waren angesichts der Fülle an Musik. Kirchliche Konzerte lassen sich nicht beliebig ausdehnen. Es gab Beiträge in Hülle und Fülle. Alle zeugten von guter Vorbereitung und thematischer Anpassung.

Eröffnung durch Choralschola

Wie in der Liturgie eröffnete die Choralschola mit dem jeweiligen Messintroitus. Auch dafür muss man dem Heinsberger Kantor dankbar sein, dass er die Gregorianik als Urgesang der Kirche pflegt. Reine Frauenstimmen und das Lied „Maria, durch ein Dornwald ging” war wie eine Offenbarung. So kann man einem alten Lied neue Bedeutung geben.

Darum entscheidet sich Regionalkantor Winfried Kleinen auch für den Zwei-Jahresrhythmus. Hinzu kommt die Terminwahl. Es ist allgemein Sitte geworden, Weihnachtskonzerte schon im Advent abzuhalten. Viele Seelsorger und Christen sind strikt dagegen. Kleinen unterschied deutlich zwischen zwei Teilen: Advent und Weihnachten. So war wenigstens von daher eine deutliche Trennung gezogen.

Sowohl der Junge Chor wie der Jugendchor wussten mit ihrem unbeschwerten leichten Gesang zu beeindrucken. Durch den Instrumenteneinsatz gewannen sie zusätzlich an Gewicht. Dass auch noch innerhalb die Gruppierungen unterschieden wurde, brachte noch eine weitere sensible Variante.

Der Kinderchor war Favorit. Wenn Kinder Weihnachtslieder singen, lässt sich das mit nichts vergleichen. Das wusste schon Bach.

Der Kinderchor und seine Solisten vervollständigten diese nur so in Heinsberg existente große Auswahl an „Kirchenchören”.

Vor allem am Schluss des ersten Teils einten die Erwachsenen alle beim gewaltigen „Ihr Mächtigen”. Der Weihnachtsfestkreis wurde in etwa der gleichen Reihenfolge besungen, wobei auch die „altbewährten” Sänger ihren unverzichtbaren krönenden Beitrag leisteten und man sich die Frage stellte, ob dieser Teil nicht auch für ein Extrakonzert an oder nach Weihnachten geeignet war.

Fassen wir zusammen: Diese Musik in St. Gangolf sucht ihresgleichen.
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