Erkelenz - Glücksfee Gotzen lässt SPD und Spalink jubeln

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Glücksfee Gotzen lässt SPD und Spalink jubeln

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Erkelenz. Das Los macht es möglich: Die SPD erhält ein achtes Mandat für den neuen Stadtrat in Erkelenz, von ihrer Reserveliste rückt Dieter Spalink nach.

Leidtragender ist der bisherige Ratsherr Heinrich Schablitzky auf Gerderath, der am Sonntag für die DIHS (Demokratische Initiative Heinsberg) kandidierte. Nach der ersten Berechnung hatte er das einzige Ratsmandat der DIHS wiedergewonnen. Doch wurde dieses vorläufige Ergebnis im Laufe des Montags geändert.

Wie bereits berichtet, musste Wahlleiter Dr. Hans-Heiner Gotzen danach aufgrund einer rechnerischen Gleichheit von CDU und DIHS bei einem Sitz im Stadtrat einen Losentscheid treffen. Nachdem er bei der Sitzung des Wahlausschusses am Dienstagabend im Rathaus das überaus komplizierte, in diesem Jahr zum ersten Mal in NRW angewandte Berechnungsverfahren für die Sitzverteilung erläutert hatte, schritt er zur Tat. Aus zwei Briefumschlägen zog er denjenigen, der den Namen der die CDU als Inhalt hatte.

Kurios: Nachdem das Los auf die CDU fiel, fällt der Sitz an die SPD, da die CDU dank ihrer 21 Direktmandate mehr Sitze im Stadtrat einnimmt, als ihr nach dem Stimmergebnis zustehen. Danach dürfte sie nur 19 Sitze haben. Für die SPD bedeutet der zusätzliche Sitz, dass sie nicht hinter die Grünen als dritte Kraft zurückfällt, sondern ebenso wie sie acht Ratsmitglieder hat. Der Wahlausschuss bestätigte anschließend einstimmig das Endergebnis der Kommunalwahl für den Stadtrat.

Schablitzky will sich mit dieser Entscheidung nicht abfinden. Wie er unserer Zeitung sagte, werde er gegen das Wahlgesetz und den Beschluss des Wahlausschusses vorgehen. „Am Sonntag hat der Computer für uns entschieden”, sagte er. Danach hätte er das Ratsmandat behalten. „Für mich ist das Los am Sonntag gefallen.” Er werde sich informieren und mit dem Wahlleiter sprechen, um Wege zu finden, den Beschluss von Mittwoch zu kippen. „Ich bin immer ein Kämpfer gewesen.”
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