Glasverbot an Altweiber auf dem Johannismarkt

Von: hewi
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Erkelenz. In diesem Jahr beabsichtigt die Stadt, mit einer Reihe von Maßnahmen gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen an Altweiber vorzugehen.

Gerade vis-á-vis der Stadtverwaltung, auf dem Johannismarkt, war es in den letzten Jahren zu wilden Auswüchsen gekommen. Dem soll diesmal gleich von Anfang an durch ein Glasverbot Einhalt geboten werden. Von 8 bis 23 Uhr gilt ein generelles Glasverbot auf dem Johannismarkt, dessen Einhaltung an den Eingängen zum Markt durch Ordner kontrolliert wird.

Dies erklärte der erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen im Rahmen eines Pressegesprächs. „Die Hinterlassenschaften des Altweibertreibens in Form von Glasscherben sind gefährlich und haben mit Karneval nichts zu tun”, betonte Gotzen. Im vorigen Jahr meldete das Krankenhaus an Altweiber 25 Einlieferungen Jugendlicher aufgrund von Alkoholmissbrauchs. „Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr verdoppelt”, so Gotzen. „Auf diesen Trend müssen wir reagieren.”

Deshalb werden wieder die Promille-Scouts im Namen des Jugendamtes auf dem Markt unterwegs sein und das aufklärende Gespräch mit den Jugendlichen suchen. Mit den Scouts, bei denen es sich um speziell geschulte Studenten der Sozialpädagogik handelt, habe man in den beiden vergangenen Jahren schon gute Erfahrungen gemacht, betonte der Stadtjugendpfleger Markus Wilmer. Die Maßnahmen, die zur Anwendung kommen, sind verzahnt und können weitreichende Konsequenzen haben.

So sei mit dem Hermann-Josef-Krankenhaus verabredet, dass alle Jugendlichen, die am Donnerstag aufgrund von Intoxikation eingeliefert werden, auch dem Jugendamt gemeldet werden. Dieses veranlasst dann, dass die Eltern Besuch von einem Sozialarbeiter und eine besondere Aufklärung über Jugendschutz bekommen. Stammt der Jugendliche aus einer der Nachbarstädte, wird das dort zuständige Jugendamt informiert. Die Eltern wurden schon im Vorfeld darüber informiert, dass alle weiterführenden Schulen in Erkelenz am Donnerstag um 12.45 Uhr schließen. Auch der Busbetrieb wird nachmittags nur eingeschränkt aufrecht erhalten.

Dem Einzelhandel und der Gastronomie wurden über die Bestimmungen des Jugendschutzes informiert. In Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung der Kreispolizei wurden und werden auch minderjährige Testkäufer losgeschickt, die in den Geschäften, Kiosken und Gaststätten Alkohol erstehen sollen. Ein Alkohol- und Rauchverbot gilt auch bei der Altweiberdisco, zu der das Jugendamt ab 17 Uhr in der Erka-Sporthalle an der Krefelder Straße einlädt.

„In den vergangenen Jahren wurde die Disco von bis zu 700 Jugendlichen besucht”, betonte Wilmer. „Wer angetrunken erscheint, kommt nicht rein.” Die Maßnahmen an Altweiber sind nur der Auftakt einer Reihe von Maßnahmen, mit denen die Stadt auf das Problem reagiert.
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