Gläubige in freier Natur: Kräuterweihe an der Vintelner Kapelle

Von: hama
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Pfarrer Rolf Hannig konnte ein
Pfarrer Rolf Hannig konnte einige hundert Gläubige bei der Kräuterweihe begrüßen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Hält das Wetter? Das war die große Frage bei der Kräuterweihe an der Vintelner Kapelle, wo sich in diesem Jahr wieder einige hundert Gläubige einfanden, um unter freiem Himmel eine wunderbare Stunde in der Natur zu erleben.

Bis auf den Mais waren die Felder rundherum abgeerntet und die dunklen Wolken ließen immer nur feine Streifen Sonnenlicht auf den trockenen Boden scheinen. Die Profis unter den Besuchern wissen es: Dort, wo drei mächtige Linden der Kapelle in der Vintelner Feldflur Schatten spenden, sind Sitzplätze rar, und so bringen sich immer mehr Gäste ihre Campingstühle mit.

Ausgerüstet mit ungezählten Kräutersträußen, die mitgebracht oder von den Organisatorinnen gebunden wurden, warteten die Gläubigen auf die Pfarrer und die Messdiener, die vom Hof Horrichs aus über den Feldweg anmarschierten. Ihnen bietet sich immer ein wunderbares Bild. Dort, wo man üblicherweise nur einzelne Wanderer oder Radfahrer findet, die in der stillen Umgebung Andacht suchen oder einfach eine Rast einlegen, waren wieder viele aus der Weggemeinschaft erschienen.

„Willkommen zur Vintelner Kirmes”, begrüßte Pfarrer Rolf Hannig dann auch scherzhaft die Gläubigen. Mit ihm zelebrierten die Pfarrer Rene Mertens, der aus Stahe stammt, Thomas Faltyn, gebürtiger Hastenrather, der chinesische Priester Jingxi Li - allseits besser bekannt unter seinem Taufnamen Franz - und Diakon Stephan Lütgemeier die Messfeier. In seiner Predigt erinnerte Rene Mertens daran, dass immer mehr Menschen den Bezug zu Gott, Ewigkeit und Himmel verlören. „Gottes Liebe zu erfahren, bietet eine Vorausahnung auf das, was eines Tages kommen wird!”

Die Kapelle wird von der Dorfgemeinschaft gepflegt, und so ist es klar, dass die Kollekte dieses Abends immer dem Andachtsort aus den 1890er Jahren zu Gute kommt. In diesem Jahr feierte man die 24. Kräuterweihe. Und man darf gespannt sein, wie es im kommenden Jahr, im Jubiläumsjahr, sein wird, wenn nach der Messe auf dem nur einen Steinwurf weit entfernten Bauernhof der Familie Horrichs der Abschluss dieses Festes gefeiert wird.
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