Gitarrenkonzert mit Christian Verspay

Von: sche
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Heinsberg-Oberbruch. Ein kleiner, feiner „Kulturkreis” ist in der evangelischen Kirche entstanden und kommt ohne Geld und Namen aus. Dabei sorgte er in diesem Jahr für sehr beachtliche Aktionen von der Musik bis zur Ausstellung.

Die zu diesem Zweck Verschworenen sind Pfarrer Günter Rosenkranz und die Künstlerin Beate Königs.

Mit einem Gitarrenkonzert schloss das Programm 09. Es spielte der Kölner Christian Verspay (31), der vier Jahre an der Jugendmusikschule Heinsberg tätig war, veröffentlichte in diesem Jahr seine erste CD, betitelt „Entre dos luces” (Dämmerung), wie auch die neueste Eigenkomposition lautet, die er dem Publikum vorstellte.

Christian Verspay ist ein Gitarrist, der ganz in sich ruht und alles in sein Spiel legt. Die spanische bzw. iberoamerikanische Musik hat es Verspay angetan, und er widmete Komponisten wie Roland Dyens, Jorge Morell, Leo Brouwers, Heitor Villa-Lobos, B. Powell, A. Barrios sein Können, aber auch Erik Satie, der weniger mit der Gitarre im Sinn hatte, aber mit seinen „Gnossiennes” (für Klavier) einen breiten Geschmack traf. Gespielt wurde eine Fassung für Gitarre.

Mit großer Präsenz und Konzentration widmete Verspay sich seinem Spiel und verbreitete bei den Hörern eine für die momentane Zeit unschätzbare Ruhe und Entspannung.

Über die Komponisten, geläufig oder unbekannt, wurde schon etwas gesagt. Die Stücke, fast alle auf der erwähnten CD enthalten, extemporierten zum Teil. Da war die Rede von einem Winterlied, aber auch von tiefer Trauer wie bei Brouwers „Hika”, das ansonsten aus dem Rahmen fiel. Verspay hat dank seines Lehrers Tadashi Sasaki auch eine Affinität zur japanischen Musik. Mit Takayuki Takegata bildete er das „Duo Desafinado” und machte eine Konzertreise durch Japan. Danach betrieb er Projekte mit einer südamerikanischen Sängerin bzw. einem dortigen Perkussionisten.
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