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Gewerbe- und Verkehrsvereins soll ein „Wir-Gefühl” entwickeln

Von: Rainer Herwartz
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Beim Besuch in unserer Redaktion machte sich der zukünftige Heinsberger G&V-Vorsitzende Peter Gering gleich ein Bild von medialer Kommunikation. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Manchmal kann das, was jemand während der Ausübung seines Hobbys lernt, auch recht hilfreich bei der Bewältigung des Alltags sein.

Vielleicht gelingt es also dem designierten Vorsitzenden des Heinsberger Gewerbe- und Verkehrsvereins (G&V), Peter Gering, seine Erfahrungen als passionierter Hochseeangler umzusetzen, wenn es darum geht, den einen oder anderen dicken Fisch als Sponsor an Land zu ziehen. Genau das gehört nämlich zu den Zielen, die sich der 50-Jährige spätestens nach seiner offiziellen Wahl bei der Mitgliederversammlung am Jahresbeginn 2012 zum Ziel gesetzt hat.

Detlef Chudziak, der den Verein mit einer kleinen Unterbrechung viele Jahre lang führte, werde aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen. Schon im Sommer habe man ihn, Gering, darauf angesprochen, ob er sich vorstellen könne, in seine Fußstapfen zu treten, sagt der Betreiber eines Uhren-, Schmuck und Dekogeschäftes an der Hochstraße.

Der in sich ruhende, bullige Mann, der aus der Nähe von Koblenz stammt, lebt seit Dezember 2007 in der Kreisstadt. Hergekommen sei er „der Liebe wegen”, erklärt er. In Mülheim-Kärlich hatte er bis dahin als gelernter Einzelhandelskaufmann und Stukkateur mit seinem Bruder und einem Schwager den elterlichen Stukkateurbetrieb geführt. Bis zu 20 Mitarbeiter beschäftigte die noch immer bestehende Firma zu Spitzenzeiten.

Dass er in Heinsberg in einer völlig anderen Branche Fuß fassen konnte, zunächst ab 2008 in Grebben und seit Februar 2009 in der Innenstadt, steht für ein gewisses Maß an Flexibilität. „Ich bin jemand, der schon gern im Vorfeld alles regelt”, begründet Gering, dass er bereits vor der Eröffnung seines „blickfang” die Nähe zu Detlef Chudziak als G&V-Vorsitzendem gesucht habe. Im März 2009 wurde er Mitglied. Schon recht schnell habe er versucht, eigene Ideen einzubringen, was letztlich im Frühjahr 2010 zu einem Vorstandsposten als Beisitzer führte. Aktives Mitglied ist er übrigens auch im grünen Zug der Schützenbruderschaft Eschweiler-Grebben-Hülhoven. Ebenso steht er in der Mitgliederliste bei der Union Schafhausen und der CDU, der er seit seinem 18. Lebensjahr angehört.

„Wenn niemand mehr etwas macht, dann passiert gar nichts mehr. Das ist ein Credo von mir”, erklärt Gering. „Ich finde es wichtig, dass ein Händler im G&V den Vorsitz übernimmt, weil der G&V in der Hauptsache die Händlerschaft vertritt. Dann ist man einfach näher an den speziellen Pro-blemstellungen als es vielleicht ein Rechtsanwalt oder Steuerberater wäre”, meint er. Ganz wichtig sei ebenso, dass der G&V bei den Einzelhändlern mehr Bedeutung erlange.

„Es muss stärker bewusst werden, was der G&V schon alles auf die Beine stellt”, erinnert der 50-Jährige an die Veranstaltungen von Buuremaat bis City-Konfetti, die verkaufsoffenen Sonntage oder zuletzt die neue Weihnachtsbeleuchtung in der City. „Ohne das würde den Händlern einiges in der Kasse fehlen. Die Aktionen müssen gesichert und die Attraktivität gesteigert werden. Das habe ich mir auf meine Fahne geschrieben und möchte es mit kontinuierlicher Arbeit nach vorne bringen.”

Um die Ziele zu erreichen, soll beim G&V eine andere Kommunikationskultur entwickelt werden, „damit ein Wir-Gefühl entsteht”. Vielleicht hilft ihm da ja seine langjährige Erfahrung in diversen Kommunalparlamenten. Er selbst werde jedenfalls alles tun, was dazu nötig sei: „Ich bin ein Mensch, der probiert, alles ruhig anzugehen ohne in Aktionismus zu verfallen. Ich versuche, mit allen Beteiligten ein hohes Level an gemeinsamer Entscheidungsbasis zu finden. Dabei gestehe ich jedem Menschen Fehler zu - auch mir.”
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