GEW ermöglicht einen Motivationsschub

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Beim Grundschultag der GEW in
Beim Grundschultag der GEW in der Wegberger Erich-Kästner-Schule: Der Auftritt von Kabarettist Wendelin Haverkamp kam bestens an bei den Grundschulpädagogen aus dem Kreis Heinsberg. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Zum siebten Mal hat der Grundschultag vom Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Wegberg stattgefunden. Wo sonst die Kinder der Erich-Kästner-Schule die Grundlagen für ihren weiteren schulischen Werdegang erwerben, begrüßten Schulamtsdirektor Peter Kaiser und Bürgermeister Reinhold Pillich mehr als 220 Grundschulpädagogen.

Die Fortbildung, organisiert von Renate Eidems (Vorstand) und Renate Funk (Fachgruppe), war ein voller Erfolg. Der Grundschultag der GEW wurde vom Liedersternchenchor und der Theatergruppe der Wegberger Grundschule eröffnet, nachdem bereits vorher ein Grundschulmarkt mit Firmen, Verlagen und Anbietern von Grundschulmaterialien die Pädagogen angelockt hatte. Zahlreiche Pädagogen trafen sich in kleinen Runden zum fachlichen Austausch.

Schon der Hauptreferent, Dr. Jens Bartnitzky, konnte mit Charme und Humor ansprechend die Thesen zum Thema „Warum die Ermahnung der Feind der Konsequenz ist” vorstellen. „Wenn eine Regel von den meisten Kindern weitgehend befolgt wird, dann dürfen wir zufrieden sein. Mehr ist mit vernünftigen Mitteln nur sehr kurzfristig, nicht aber dauerhaft erreichbar.” So lautete eine seiner Thesen.

Dauerhaft und nachhaltig war dagegen jedoch mit dem Auftreten der Leiter der Arbeitsgemeinschaften der zweite Teil des Tages. Elf Gruppen starteten und arbeiteten vom kreativen Bereich über Mathematik, Deutsch und Sachunterricht bis hin zu grundlegenden Fähigkeiten. Themen waren zum Beispiel: Meilensteine der Rechtschreibung, Kooperatives Lernen im Englisch-Unterricht, Musik im Alltag der Schule, Experimente im Sachunterricht, Professionelle Lehrersprache oder Stolpersteine in Elterngesprächen. Die Grundschullehrerin Daniela Röbers stellte fest: „Das war ein erfolgreicher Tag, den die GEW möglich gemacht hat. Es stellt einen wahrhaften Motivationsschub für alle teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer dar.”

Der vergnügliche Ausklang mit einem literarischen Kabarett rundete den effektiven, erfolgreichen Fortbildungstag ab: Kabarettist Wendelin Haverkamp ließ neue Sichtweisen auf Schüler, Lehrer und Eheprobleme zu. Er präsentierte ein „Wiederholungsprogramm” mit dem Titel: „Alles muss man zweimal sagen”. Das Ergebnis war sensationell: Nichts war hinterher klarer, aber alles war anders. Und das zu verfolgen war hoch amüsant und machte einen Höllenspaß - zumindest dem Publikum. Aber natürlich beschäftigte sich Wendelin Haverkamp auch in diesem Programm mit der Bildungspolitik, wobei ihm seine Paradefigur, der Edukator „Anton Hinlegen”, zur Seite stand: Wer könne, bitteschön, mal erklären, wie man „Inhalte reduziert”, um Lehrpläne zu „entschlacken”?
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