Kreis Heinsberg - Geschmack ist der Maßstab für die Qualität

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Geschmack ist der Maßstab für die Qualität

Von: hewi
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Bei der Brot-und Brötchenprüfung freuten sich Obermeister Edwin Mönius (l.) und Qualitätsprüfer Wilfried Robertz über das rege Interesse der Lehrlinge vom Berufskolleg. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Brote und Brötchen aus dem Kreis Heinsberg sind von ausgezeichneter Qualität. Dies ergab die öffentliche Brot- und Brötchenprüfung der Bäcker-Innung im Kreis Heinsberg. Beim Brot erhielten 85 Prozent der eingereichten Produkte eine Auszeichnung, bei den Brötchen sogar 90 Prozent.

Geprüft wurden sie im Auftrag des Instituts für die Qualitätsprüfung von Backwaren (IQB) von Bäckermeister Wilfried Robertz. Und der hatte nach den beiden Prüftagen von Brot und Brötchen die Nase voll.

Denn geprüft wird „sensorisch“, sprich nach Geschmack. Robertz hatte in zwei Tagen in der Hückelhovener Filiale der Kreissparkasse rund 90 Backprodukte auf Herz und Nieren und Geschmack zu prüfen. „Das ist die Grenze des Machbaren“, sagte er danach. Vor allem zwei Spezialitäten der Region gab es zu testen: Schwarzbrot und Weck. Und das immer wieder. An den Prüftagen verzichtet Robertz auf Kaffee und Zigaretten, denn natürlich muss bei der sensorischen Prüfung alles mit rechten Dingen zugehen.

Im bundesweiten Vergleich steht der Kreis Heinsberg mit seinen rund 40 Bäckereifachbetrieben qualitativ weit vorne. Die Ergebnisse der Prüfung und die Namen der ausgezeichneten Bäcker können im Internet unter www.brot-test.de eingesehen werden.

Wichtig sind neben der qualitativen Herkunft der Rohstoffe auch die Verarbeitung und die Kreativität des Bäckers. Denn Brötchen ist nicht gleich Brötchen. Geprüft wurde nach den Kriterien Oberfläche, Kruste, Krume, Geruch sowie Frischhaltung und Geschmack. Und da man über Geschmack trefflich streiten kann, waren Robertz und Edwin Mönius sich oftmals nicht auf Anhieb einig. „Es gab immer wieder Diskussionen, aber am Ende sind wir uns dann doch einige geworden“, betonte der Kreis-Obermeister der Innung. Er ist von dem Sinn der alle zwei Jahre stattfindenden Prüfung überzeugt, denn „nur mit Qualität kann man mit den industriell gefertigten Backwaren wetteifern.“

Zum Qualitätsverständnis der Bäcker gehört auch, dass sie ihren Angestellten einen ordentlichen Tariflohn zahlen, selbst ausbilden und ihre Produkte und verwendeten Rohstoffe regelmäßig prüfen lassen. Von den 40 Betrieben im Kreis nahmen 16 an der Prüfung teil. Das klingt nicht nach viel, doch ist die Zahl der Teilnehmer trotz sinkender Gesamtzahl der Bäckereien seit Jahren stabil.

Als Kunde erkennt man sie am Zertifikat, das ab Ende Oktober in den Bäckereien aushängt. Verliehen werden diese Urkunden am 23. Oktober beim nächsten Treffen der Kreis-Innung.

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