Geplante Disco sorgt weiter für Zündstoff

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Bislang gibt es nur ein Modell der Diskothek, die Marco Schurf an der Neußer Straße in Erkelenz bauen möchte. Der Klage gegen die Baugenehmigung sieht er gelassen entgegen. Foto: hz/hn

Erkelenz. Der geplante Bau der Diskothek an der Neusser Straße entzweit die Gemüter weiterhin. Marco Schurf, Geschäftsführer der „Event Location GmbH”, rechnet mit baldigem Baubeginn, obwohl die Anwohner gegen die Erteilung der Baugenehmigung geklagt haben.

Schurfs Behauptung, dass sich die zukünftigen Betreiber der Disco mit nahezu allen Anwohnern zwischenzeitlich geeinigt hätten, wird an der Neusser Straße energisch widersprochen.

„Uns ist von derartigen Gesprächen nichts bekannt”, betont Willi Stock, der im Bereich der geplanten Disco wohnt. Auch Horst Caumanns sieht in der Behauptung einen Versuch, die Anwohner zu verunsichern. Von Akzeptanz des Bauvorhabens könne seiner Meinung nach auch keine Rede sein. Dabei ist es nicht die Diskothek an sich, die den Widerwillen der Anwohner hervorruft.

„Die Disco an sich würde uns nicht stören”, erklärt Caumanns. „Wir befürchten jedoch eine weitere Zunahme des Vandalismus im Umfeld.” Schon jetzt leideten die Anwohner unter ungebetenen Gästen, die abends und nachts das Parkdeck heimsuchten und für erheblichen Ärger sorgten. Von Autorennen, Lagerfeuern und rauschenden Partys auf dem Parkdeck ist da die Rede. Der Stadt werfen Caumanns und seine Mitstreiter „Untätigkeit” vor.

Obwohl man in der Verwaltung von den Vorgängen wisse, würden keine entsprechenden Schritte eingeleitet. „Uns wurden verstärkte Kontrollen versprochen”, bestätigt auch Stock. Davon merke man aber nichts. Ein weiteres Ärgernis ist die Abholzung, die auf dem Gelände stattgefunden hat. Bisher, so Stock, hätten in dem Gehölz Vögel und Eichhörnchen gelebt, die nun verschwunden seien. Auch die an das Grundstück angrenzende Fußgängerunterführung ist anscheinend bei den Erdarbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden.


„Die Decke ist undicht und erinnert an eine Tropfsteinhöhle”, so Stock. Direkte Kontakte zur Verwaltung gebe es derzeit nicht, kommuniziert wird über die Rechtsanwälte. Realistisch geben sich die Kläger darüber, dass sie den Bau des Gebäudes wohl nicht verhindern können. „Notfalls muss man sich eben um eine andere Nutzung bemühen, wenn wir mit unserer Klage Erfolg haben”, so Caumanns. Denn in einem Punkt ist er sich sicher: Was einmal steht, kann nicht so einfach wieder abgerissen werden.
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