Genussvolle Reise durch die Musikepochen

Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Es war wieder eine tolle Kulisse mit dem fast windgeschützten Burghof, umgeben von alten Bäumen, mit den Musikerinnen und Musikern vor dem Wehrgang, seitwärts die beiden Türme rund und wuchtig eckig; eben eine besondere Atmosphäre, in der zum zweiten Mal das Serenadenkonzert stattfand.

Unter der Gesamtleitung von Professor Dr. Norbert Brendt boten der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins der Erkelenzer Lande und das Collegium musicum einen Konzertabend, der in diesem Jahr bei guten Wetterbedingungen von einem Regenabbruch verschont blieb. Das wäre auch schade gewesen, nicht nur wegen des Übungsfleißes der Musiker, auch wegen des sonst entgangenen Genusses für die vielen Zuhörer, die den Weg die Stufen hoch zum Burgplatz gefunden hatten.

Im ersten Teil bot das Collegium musicum aus der Sinfonia C Dur den ersten Satz von Carl Philipp Emanuel Bach und die Sinfonia Nr. 100 G-Dur von Joseph Haydn. „Das Lob der Faulheit” und „Freunde, Wasser machet stumm” vom gleichen Komponisten waren anschließend die vokalen Beiträge. Auch Johannes Brahms mit zwei a capella-Stücken aus den Zigeunerliedern war vertreten und Gioachino Rossini steuerte die Ouvertüre zur Oper „Tancredi” bei.

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Musiker und das Publikum wegen doch nun eintretenden, etwas kühleren Witterung kurz die Beine vertreten konnten, ging es beschwingt weiter. Nach der „Aufforderung zum Tanz” von Carl Maria von Weber und zwei Brahmsbeiträgen wieder aus den Ziegeunerliedern stellte Professor Brendt mit seinen Akteuren den 1937 geborenen britischen Komponisten Leslie Searle mit vier Stücken vor. Searle war ursprünglich Saxophonist in der Royal Air Force Germany Band und arrangierte später auch für Kurt Edelhagen.

Zum Schmunzeln bot der Chor die bekannte Melodie von Peter Kreuder „Ich wollt ich wär ein Huhn”, wohl auch als kleine Hommage an den am 18. August vor 100 Jahren in Aachen geborenen vielseitigen Komponisten und Arrangeur.

Sir Paul McCartney mit „Yesterday” fehlte nicht und eine interessante Fassung von Nikolaus Brodzinski des von ursprünglich von den Comedian Harmonists musikalisch und getexteten „Du passt so gut zu mir” folgte, ehe Georg Friedrich Händel oratorisch den Schlusspunkt setzte. Es gab viel und verdienten Beifall.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert