Erkelenz - Gambia-Hilfsverein: Eine Krankenstation soll Baracke ersetzen

Gambia-Hilfsverein: Eine Krankenstation soll Baracke ersetzen

Letzte Aktualisierung:
erk-senafo
Katastrophale hygienische Verhältnisse herrschen in der verrotteten Krankenbaracke im Dorf von Niumi Lamin in Gambia, in der einmal im Monat Kranke „behandelt” werden und Kinder zur Welt kommen. Der Verein Sena Nursery School plant eine Krankenstation. Foto: sj

Erkelenz. Die Schockstarre beim Gambia-Hilfsverein Sena Nursery School ist überwunden: Dr. Natascha Janssen wurde in der ersten Mitgliederversammlung nach dem Tod ihres Vaters und Vereinsvorsitzenden Dr. Bernhard Janssen dessen Wunsch folgend einstimmig zur Nachfolgerin gewählt, sein Sohn Sergej Janssen als Stellvertreter.

Den Vorstand komplettieren weiterhin Witwe Tilly Janssen und Schriftführer Rechtsanwalt Achim Ringk.

Es war für alle ein schwerer, aber unerlässlicher Gang. Doch Vorstand, Freunde und Förderer blickten fest entschlossen in die Zukunft, um die Pläne zur Unterstützung des gambischen Dorfes Niumi Lamin im Sinne von Bernhard Janssen fortzuführen.

Bei Sergej Janssens Rückblick auf das bisher Erreichte stand die 2003 eingeweihte Vorschule ganz oben, deren Kosten jährlich insgesamt 8000 Euro betragen. Mittlerweile unterrichten in dem bereits angebauten Gebäude fünf Lehrer zirka 170 Schüler.

Was 1997 als privates Engagement von Bernhard und Tilly Janssen in Gambia begann, hat längst größere Kreise gezogen: 26 Mitstreiter bekannten sich in der Mitgliederversammlung zum Verein. Darunter auch Dr. Harry Elsbernd, ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klink für Innere Medizin des Hermann-Josef-Krankenhauses, der sich seinem im April 2009 verstorbenen Kollegen Bernhard Janssen besonders verbunden fühlt und seine Unterstützung zusicherte. „Die Vorschule ist ein hervorragendes Projekt und das Flaggschiff des Vereins”, lobte der Mediziner, der sich auch im Verein „Medizinische Direkt-Hilfe in Afrika” engagiert.

Seine Erfahrungen in der Entwicklungshilfe sind für das neue Projekt in Niumi Lamin besonders wertvoll, das Bernhard Janssen noch vor seinem Tod anstrebte: eine Krankenstation zur Erstversorgung unter menschenwürdigen Verhältnissen als Ersatz für die völlig verrottete Baracke, in der auch Kinder geboren werden. Ein Maßnahmenkatalog, präzisiert von Architekt Ernst Storms, der weiterhin federführend für die Bauplanungen ist, und Beisitzer Werner Forst, soll die optimalen Voraussetzungen für den Projektbeginn schaffen.

Um sich vor Ort einen genauen Überblick zu verschaffen, reist Sergej Janssen auf Beschluss der Versammlung in Kürze nach Niumi Lamin. Außerdem steht die 2005 erbaute Lagerhalle auf dem Prüfstand, die sich die Frauen im Dorf wünschten, um die Ernte vor raschem Verderb und Ungeziefer zu schützen.

Angeregt wurde zudem eine zweite Getreidemahlmaschine, die die Pfarre St. Martin Nieder-Oberzier spenden möchte.

Seit 2001 schon etliche Aktionen

Seit der Vereinsgründung 2001 gab es etliche Aktionen:Vorschule für derzeit 170 Kinder, Lagerhalle, Unterstützung der Grundschule, Anschaffung einer Mahlmaschine, 150 Moskitonetze..

Mitgliedsbeiträge sind nicht vorgesehen. Der als gemeinnützig anerkannte Verein finanziert sich allein über Spenden. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich; Spendenkonto Konto-Nr. 7728728, BLZ 31070024, Deutsche Bank Erkelenz.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert