Für die Recherche viele Kilometer geradelt

Von: anna
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„Radfahren in der Region Heinsberg“: Die beiden Autoren Bruno Bousack und Klaus Voß stellten den neuen Radtouren-Führer zusammen mit Verlagsleiter Michael Wieser und Buchhändler Marcus Mesche (von links nach rechts) in der Heinsberger Buchhandlung Gollenstede vor. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Offiziell ist es die fünfte Auflage, „doch eigentlich ist das Buch völlig neu recherchiert und geschrieben“. Mit diesen Worten hat Michael Wieser, Geschäftsführer des Aachener Meyer & Meyer Verlags, in der Heinsberger Buchhandlung Gollenstede zusammen mit den beiden Autoren Klaus Voß und Bruno Bousack den neuen Tourenführer „Radfahren in der Region Heinsberg“ vorgestellt.

Auf knapp 200 Seiten enthält das handliche Taschenbuch insgesamt 17 Tourenvorschläge mit Längen zwischen 25 und 70 Kilometern. Startpunkte sind in Heinsberg der Knotenpunkt 20 am alten Amtsgericht, in Erkelenz die Nummer 81 gegenüber der Stadtbücherei und in Geilenkirchen der Punkt 01 am Markt. Alle Touren bieten als erste Übersicht eine Karte und sind dann detailliert beschrieben. Hinzu kommen zahlreiche Farb­fotos und – in Rot unterlegten Textbereichen – interessante Informationen zu Sehenswürdigkeiten entlang der Route.

„Achten Sie hier einmal auf die Wohnhäuser; viele von ihnen zeigen niederländischen Einfluss“, heißt es beispielsweise in der Beschreibung zu Tour Nummer 5 unter dem Titel „So richtig die Ruhe genießen“ von Heinsberg nach Selfkant-Millen und wieder zurück. Mit einem „Blick über den Zaun“ geht es in Tour 11 von Geilenkirchen zum Kasteel Hoensbroek. „Gönnen Sie sich auch einen Rundgang durch das Herrenhaus“, lautet da der Tipp, „von den 67 Räumen sind 50 zu besichtigen.“ Und „Napoleon ist an allem schuld“ heißt auf Tour 14 von Erkelenz nach Wassenberg.

„Um dem Zuckermangel zu begegnen, verfügte Napoleon 1811 die Anpflanzung von 32.000 Hektar ­Zuckerrüben“, informiert der „Vorspann“ zu dieser Tour. Dies sei der Beginn einer weitgreifenden Umstellung der Landwirtschaft auf Zuckerrübenanbau gewesen, der auch heute noch in großem Stil betrieben werde.

Klaus Voß sei für die Recherche zum neuen Führer fast 1000 Kilometer mit dem Rad durch die Region gefahren, würdigte Michael Wieser das Engagement des ehemaligen Aachener Polizeibeamten, der auch schon die erste Auflage gemeinsam mit dem ehemaligen Aachener Schulleiter Bousack verfasst hatte. „Es hat mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht“, fügte Voß hinzu.

Die Strecken in der Region seien sehr gut ausgeschildert und die aufgestellten Karten im Vergleich mit anderen Regionen sehr aktuell. „Hier fährt man kaum noch auf Hauptstraßen und kann ganz ruhig und gemütlich die Landschaft erkunden.“ Meist seien die Strecken flach, nur zwischendrin gebe es ein paar Hügel. „Aber wenn man ab und zu mal absteigt und zu Fuß geht, sieht man mehr und hört man mehr“, berichtete er aus seiner Radelerfahrung. Schließlich erwähnte er noch, dass auch Bahnhöfe als Startpunkte in das Wegenetz eingebunden seien.

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