Kreis Heinsberg - Für die Kochshow wird der Speisesaal zum Gourmet-Tempel

Für die Kochshow wird der Speisesaal zum Gourmet-Tempel

Von: Petra Wolters
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Für die „Kochshow 2011” fand sich in der Küche der Lebenshilfe ein Team von fünf regionalen Profiköchen zusammen, die mit hier mit Unterstützung von Lebenshilfe-Mitarbeitern ein Sechs-Gänge-Menü vorbereiteten: Christoph von den Driesch, Hans Brender, Ute Weishaupt und Hans-Peter Römer (2. bis 5.v.l.) sowie Rainer Hensen (3.v.r.). Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Von Kantine keine Spur: Auch für ihre zweite Kochshow zugunsten der Lebenshilfe-Stiftung hatten viele fleißige Hände den großen Speisesaal neben der Küche von Betrieb 3 der Lebenshilfe an der Heinsberger Borsigstraße in einen wahren Gourmet-Tempel verwandelt: große runde Tische, darauf unzählige Gläser und Besteckteile, die mit den silbernen Platztellern um die Wette funkelten.

Und dieses Mal war sogar die passende Musik live: Frank Ollertz präsentierte sie an einem schwarz glänzenden Flügel quasi mitten im Saal.

War es bei der ersten Auflage Ende 2008 Klaus Kremer als Chefkoch des Luxusliners „Queen Mary 2” gewesen, der die 100 Gäste der Stiftung mit seinen Kochkünsten verzaubert hatte, taten sich für die aktuelle Show fünf Profiköche der Region zusammen. Sie waren dabei jeweils für einen oder zwei Teile des Menüs verantwortlich.

So machte etwa Hans Brender vom Landhaus Brender in Wassenberg den Auftakt mit einer Terrine von der Räucherforelle auf einem lauwarmen Salat mit Puy-Linsen und Senfkraut. Wie er sie zubereitet hatte, konnten die Besucher auf einer Großleinwand verfolgen. Gezeigt wurden die Vorbereitungen in den eigenen Küchen.

„Wir müssen ab und zu was zurückgeben!”, war es für Brender selbstverständlich, sich in dieser ungewöhnlichen Aktion für den guten Zweck zu engagieren. Auf Wunsch von Moderator Wolfgang Derichs hatte er dann auch das Kochteam „zusammengetrommelt”.

Das Chaos tobt in der Küche

Mit fünf Köchen zugleich „tobte das Chaos” in der Küche, wie es Derichs formulierte. Aber dem Hausherrn, Lebenshilfe-Chefkoch Christoph von den Driesch, gefiel es. „Man muss sich zwar auf Vieles einstellen, auf verschiedene Charaktere und Kochweisen. Aber es macht Spaß, die verschiedenen Strukturen kennenzulernen.” Begeistert berichtete im Live-Interview schließlich auch Lebenshilfe-Mitarbeiter Michael Oerte von seinen Erlebnissen. „Es macht sehr viel Spaß, mit den Profis zu kochen”, erklärte er.

Wie er sammelten dann auch weitere Mitarbeiter der Küche wertvolle Tipps von den Profis: etwa bei der Zubereitung des „Cappuccino von Sellerie mit Prigrod-Trüffel”, für das Ute Weishaupt vom Restaurant Alt Gerderath in Gerderath verantwortlich zeichnete. Hans-Peter Römer von Römers Restaurant in Niederkrüchten-Brempt steuerte als dritten Gang „Zanderfilet auf Wurzelgemüse” bei. Lebenshilfe-Koch von den Driesch war „der Süße” im Bunde mit einem Holunder-Birnen-Sorbet und einer Buttermilch-Mousse mit karamelisierten Apfelspalten zum Abschluss.

Davor mundete den Gästen allerdings noch ein von Rainer Hensen aus der „Burgstuben-Residenz” in Randerath vorbereitetes „Färsenfilet auf Ochsenbacken-Ragout in Vanillejus mit Schwarzwurzeln und Rosmarinpürree”. Und das alles für ein gutes Ergebnis: Denn dank des ehrenamtlichen Engagements und mehrere Sponsoren waren die 120 Euro, die jeder Gast für das Menü gezahlt hatte, Reinerlös. 12.000 Euro kamen so insgesamt für die Stiftung zusammen und erhöhen damit ihr Kapital.

Edgar Johnen, Vorsitzender der Lebenshilfe-Stiftung hatte den Gästen in seiner Begrüßung die Arbeit der Organisation kurz vorgestellt. Sie habe eine Art „Feuerwehr-Funktion”, betonte er. Sie springe etwa ein, wenn bei Kindern beispielsweise die Finanzierung für eine Ferienfreizeit nicht gesichert sei.

Auch notwendige Fahrzeuge seien aus den Zinserlösen, die durch die Stiftung erwirtschaftet würden, angeschafft worden, ergänzte seine Stellvertreterin Marianne Bückers. Zudem engagiere sich die Stiftung bei der Durchführung von Festen.

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