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Fünf Koffer als Grundstock für das Lernen

Von: hewi
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Dasm Gymnasium Hückelhoven übergab fünf Lernkoffer an die Lernpaten der Integrationsagentur und des Interkulturellen Zentrums. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Das Interkulturelle Zentrum an der Martin-Luther-Straße und die Integrationsagentur des Kreises organisieren Lernpatenschaften, um Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu schulischem Erfolg zu verhelfen.

Um diese Arbeit zu unterstützen, hat das Hückelhovener Gymnasium fünf Lernkoffer mit einer altersgerechten Grundausstattung zusammengestellt.

Neben notwendigen Materialien und Utensilien zum Lernen beinhalten die Koffer auch interessante Bücher, die Spaß und Lernen verbinden. Die Koffer sind speziell für die verschiedenen Altersstufen bestückt und sollen vor Ort in den Familien zum Einsatz kommen.

Aus den Vorlesepatenschaften entstanden

Die Lernpatenschaften sind aus dem Integrationsprojekt der Vorlesepatenschaften entstanden. Ziel ist es, die Lernleistungen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Dafür gehen die Paten ein- bis zweimal pro Woche in die Familien, helfen bei den Hausaufgaben und begleiten die Familien auf Wunsch auch zu den Elternsprechtagen an den Schulen.

Die fünf Koffer, die das Gymnasium für die Lernpaten zusammengestellt hat, sind prall gefüllt mit sinnvollen Hilfen. Jeder hat einen Wert von rund hundert Euro. Das Geld stammt aus dem Erlös des Aktionstages anlässlich der Auszeichnung zur Schule gegen Rassismus im vorigen Sommer.

Die Schule hatte sich auf Initiative des Schülers Dusty Bock um die Auszeichnung beworben. Mit dem Titel sei auch eine Verpflichtung verbunden, betont er. So engagieren sich die Gymnasiasten auch beim Projekt Spurensuche”, in der die Geschichte der zumeist türkischen Immigranten in Hückelhoven dokumentiert wird.

„Einen Scheck zu überreichen, wäre zu anonym gewesen”, erklärt Birgit Fluhr-Leithoff, die am Gymnasium die Patenschaftsaktion koordiniert. So entstand die Idee der Lernkoffer. „Denn beim Lernen ist man auf grundsätzliche Dinge angewiesen”, betont die Pädagogin. Zwei der Koffer sind für den Grundschulbereich geeignet, die übrigen drei für die weiterführenden Schulen, speziell die Jahrgangsstufen fünf und sechs.

Altersgerechte Ratekrimis

Derzeit sind sechs ehrenamtliche Lernpaten im Einsatz. Die Lernpaten können und wollen nicht die Arbeit der Schulen ersetzen”, betont Christian Ehlers von der Integrationsagentur.

Die Aufgabe bestehe vielmehr darin, Lust am Lernen und am schulischen Erfolg zu wecken. Dazu sind zum Beispiel auch altersgerechte Ratekrimis geeignet, die neben „Spaß und Knobelei auch nebenbei” viel zusätzliches Wissen vermitteln.

So erschließt sich auch ein Zugang zur deutschen Sprache, die Grundlage nahezu aller Fächer an der Schule ist. Auch für die Lernpaten ist die Arbeit mit den Patenkindern Neuland, so Ehlers.

Trotzdem seien schon erste Erfolge zu verzeichnen. Da die Nachfrage sehr groß ist, werden auch immer noch Interessenten gesucht, die ehrenamtlich eine Lernpatenschaft übernehmen wollen.
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